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Beitrag über MediNetz in der ARD 

05.07.09



Klicken Sie hier für den Videobeitrag

Dieser Beitrag, der vor kurzem in der ARD lief bereitet uns als MediNetz ein wenig Kopfschmerzen: obwohl er stimmungsvoll die Situation der Menschen ohne Papiere darstellt und die Tatsache bildhaft darstellt, dass diesen Menschen das Recht auf Gesundheit systematisch verstellt wir, enthält er leider einige Unwahrheiten, die den Journalisten beim Erstellen dieses Beitrags leider nicht auszutreiben waren. Wir würden diese gerne richtigstellen:

  • kein Arzt hat eine Meldepflicht, kein Arzt muss die Ausländerbehörde informieren! Ganz im Gegenteil: gemäß der neuen Verwaltungsvorschrift macht er sich sogar strafbar, wenn er Daten, die unter der Prämisse der ärztlichen Schweigepflicht erhoben wurden, an Behörden weiterleitet. Dies gilt im Sinne der verlängerten Schweigepflicht auch für die Krankenhausverwaltung und die Sozialbehörden. Niemand darf Migranten ohne Papiere an die Ausländerbehörden melden, wenn sie im Krankheitsfall ärztliche Hilfe aufsuchen!

  • Der Beitrag heißt "Geheime Sprechstunde". Wir wehren uns gegen diese Auslegung. Wir arbeiten in der Öffentlichkeit und machen unsere Sprechstunden, unser Büro und unsere Arbeit publik wo wir nur können. Die Gesellschaft soll wissen, dass es Menschen unter uns gibt, denen das Recht auf Gesundheit verwehrt wird und dass eine umfassende Lösung für diese Menschen gefunden werden muss. Unsere Sprechstunde ist nicht geheim. Wir betreiben keine Hinterhofmedizin. Gerade dies wollen wir ja verhindern. Deshalb machen wir auch keine Therapie, sondern leiten die Menschen an kooperierende Fachärzte in deren reguläre Praxen weiter. Wir wollen eine Beteiligung dieser Menschen an der medizinischen Regelversorgung!



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