Strafverfahren wegen Aufruf zur Sitzblockade eingestellt

Das Strafverfahren gegen Torsten Nagel und Mischa Aschmoneit wegen des Aufrufs zu einer Sitzblockade anlässlich der Proteste am Oberbilker Markt gegen die extrem rechten „Republikaner“ am 19.3.2016 ist gegen die Zahlung von jeweils 300 Euro an STAY! eingestellt worden.

NRZ

report-D

Geldstrafe über 8800 Euro wegen Aufrufs zu Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen extrem rechte und rechtspopulistische Parteien – STAY! solidarisiert sich mit Mischa Aschmoneint und Torsten Nagel

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Strafbefehle in Höhe von insgesamt 210 Tagessätzen à50 Euro verhängt. Torsten Nagel, zum damaligen Zeitpunkt Geschäftsführer der Falken Düsseldorf und Mischa Aschmoneit, Programmplaner im Kulturzentrum zakk, werden anlässlich der Proteste am Oberbilker Markt gegen die extrem rechten „Republikaner“ am 19.3.2016 die „Störung einer Versammlung“ sowie – wegen einer Sitzblockade – „Landfriedensbruch“ vorgeworfen.

In erster Instanz sind Mischa und Torsten zu über 8800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Berufungsverfahren wird am Freitag, 9.3. am Landgericht eröffnet. Die beiden Beschuldigten sehen in Aktionen des zivilen Ungehorsams legitime Formen des Protests. DSSQ hat als ein breites Bündnis von Initiativen, Gewerkschaften und Parteien immer und auch bei den Protesten am Oberbilker Markt dazu aufgerufen, sich Neonazis und RassistInnen in den Weg zu setzen oder zu stellen. Wie üblich bei Aktionen von DSSQ wurde deutlich darauf hingewiesen, dass die Aktionen sich nicht gegen die Polizei richten.

Das Kulturzentrun zakk und die Düsseldorfer Falken, in Person von Mischa und Torsten sind langjährige Kooperationspartner von STAY!, u.a. wurde in gemeinsamen Projekten das “no border”-Buch, die gleichnamige Band und die “no border” Straßenbahn umgesetzt.

Betroffene Flüchtlinge berichten über das Schicksal ihrer Familienangehörigen

Ahmad und Rajaa vermissen ihre Kinder und ihre Familien

STAY! kritisiert geplante Regelung zum Familiennachzug
Der Familiennachzug ist im Moment das bundespolitische Thema. Die betroffenen Menschen kommen nur meistens gar nicht zu Wort. Rajaa Kabtoul und Ahmad Kurdi, die beide aus Syrien flüchten mussten, berichten über das Schicksal ihrer Familienangehörigen.

Der Mann von Rajaa Kabtoul wurde bei einem Granatenangriff getötet, ihre achtjährige Tocher verletzt, trotzdem dürfen Tochter und Sohn nicht zur Mutter nach Deutschland nachkommen.  Der Vorort von Damaskus, in dem die Kinder leben,war zeitweise schweren Bombardements ausgesetzt.
Die Familie von Ahmad Kurdi lebte bis vor wenigen Monaten in Aleppo, mehrfach hat er versucht, einen Botschaftstermin für die Ausreise seiner Familie zu bekommen. Schließlich zerstörte ein Bombenangriff das Haus der Familie in Aleppo, die sich in die Türkei retten konnte. Auch Ahmad Kurdi darf sein Familie nicht nach Deutschland holen.
„Mit der weiteren Verzögerung und Einschränkung des Familiennachzugs verstoßen wir gegen das Grundgesetz und die Grundwerte unserer Gesellschaft, den Schutz der Familie“, erklärt Oliver Ongaro von der Flüchtlingsinitiative STAY!

Über die zerstörten Hoffnungen und den Horror, seine Familie nicht in Sicherheit zu wissen,
berichten die beiden Betroffenen hier:

Express

Bericht WDR Lokalzeit

RP online

report-d

Die Söhne von Ahmad Kurdi, Mohammed Zein (7, l.) und Hussni (6), leben momentan mit ihrer Mutter ohne offiziellen Aufenthaltsstatus in der Türkei. (Bild rechts) Rajaa Kabtouls Kinder Eman (9, l.) und Momen (10) sind noch in Syrien.

Keine Abschiebung nach Afghanistan! Afghanistan ist nicht sicher!

Proteste gegen Sammelabschiebung am Düsseldorfer Flughafen
Dienstag, 23.01.2018

Am Dienstag, den 23. Januar wurden erneut Menschen vom Düsseldorfer Flughafen nach Afghanistan, Kabul, abgeschoben werden.
Wir, als das Düsseldorfer Bündnis „Afghanischer Aufschrei“ im Verbund mit Geflüchteten jeglicher Herkunft, ihren Unterstützer*innen und Menschenrechtler*innen, sowie zahlreiche weitere Initiativen und Organisationen aus NRW verurteilen die geplante Abschiebung und fordern die sofortige Aussetzung aller Abschiebungen nach Afghanistan und die Anerkennung der Schutzbedürftigkeit geflüchteter Menschen aus diesem Gebiet.
Der komplette Aufruf unter: http://afghanischer-aufschrei.de/

Behinderter Flüchtling im Sammelabschiebungsflug

Hier die Berichte über den Protest am Flughafen:

Artikel von report-d

Spiegel online

Tagesspiegel

WZ-Arikel

Tassen, T-Shirts und Taschen – für Weihnachten (und den Rest des Jahres)

Für alle, die noch ein sinnvolles Geschenk für Weihnachten brauchen oder in Zeiten von AFD & Co mit der Kaffeetasse im Büro ein deutliches Statement setzen wollen, gibt es wieder unseren Weihnachtsbasar für Spätentschlossene.

Erhältlich sind T-Shirts, Tassen und allerlei anderes mit dem “Refugees Welcome”-Logo. Dazu laden wir ein zu Plätzchen, Tee und Glühwein und einem Plausch über die Arbeit von Stay. Der Erlös fließt natürlich wie immer zu 100% in unsere Arbeit.

Wann? – Donnerstag, 21.12.2017, 16 bis 19 Uhr
Wo? – Hüttenstraße 150, Düsseldorf

Kommt vorbei, wir freuen uns.

Wir wünschen Ihnen und Euch erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.