Abschiebungsstopp nach Afghanistan – Jetzt! #keinsicheresLand

Aufruf zur Demonstration am Samstag, 11.02.2017 in Düsseldorf
Treffpunkt: 13:30 Uhr vor dem DGB Haus (Friedrich-Ebert-Str.34)
Kundgebung: 15 Uhr vor dem Landtag NRW

Afghanistan ist nicht sicher. 2016 hat sich die Lage laut aktuellem UNHCR-Bericht noch einmal drastisch verschlechtert. Auch die Zahlen belegen das: im Jahr 2016 wurden von Januar bis September 5835 ZivilistInnen verletzt und 2562 getötet – so viele verletzte ZivilistInnen hat es in Afghanistan seit 2009 nicht gegeben! Nicht nur einzelne Regionen – nein –  das ganze Gebiet Afghanistans ist von einem innerstaatlichen Konflikt betroffen!

In den letzten Jahren wurden – zu Recht! – nie mehr als 12 afghanische Staatsbürger pro Jahr aus Deutschland in ihr Herkunftsland abgeschoben. Die Sammelabschiebung vom Flughafen Frankfurt/M.nach Kabul am 14.12.16 stellt einen Tabubruch dar. Es war die erste größere Abschiebung nach Afghanistan seit 12 Jahren. 2017 hat am 23. Januar bereits eine weitere Sammelabschiebung nach Afghanistan stattgefunden. Diesem Trend muss Einhalt geboten werden!  Abschiebungen in ein Kriegsland sind menschenrechtlich nicht zu verantworten! Wir fordern NRW-Innenminister Jäger auf, sich für einen bundesweiten, dauerhaften Abschiebungsstopp nach Afghanistan einzusetzen. In der Zwischenzeit müssen die Länder ihren Handlungsspielraum ausnutzen: Innenminister Jäger kann für Nordrhein-Westfalen einen dreimonatigen Abschiebungsstopp nach Afghanistan erlassen.

Am 11. Februar werden Menschen in ganz Deutschland einen Abschiebungsstopp nach Afghanistan fordern und zwar JETZT, denn: Afghanistan ist #keinsicheresLand

Weitere Demonstrationen sind am 11.02. bisher für Berlin, Hamburg, Hannover, Rostock, Nürnberg, Wiesbaden, Trier und Erfurt angekündigt.

Gemeinsam rufen wir zur Demonstration am 11. Februar 2017 in Düsseldorf auf:
Flüchtlingsrat NRW
Flüchtlingsrat Düsseldorf
STAY! Düsseldorf
Nedaje Afghan – Afghanischer Aufschrei
Hindus & Sikhs of Afghanistan

No Border – Future Me

Über 350 Leute feierten in super guter Athmosphäre im zakk-Club, darunter zahlreiche junge Geflüchtete. Herzlichen Dank an alle teilnehmende Bands.

Future me – diese Wortschöpfung ist aus der Notwendigkeit entstanden, neben der politisch-gesellschaftlichen Debatte über Asylpolitik auf den starken Zulauf geflüchteter Jugendlicher zu reagieren. Diese sehen sich mit einer neuen Lebenswelt konfrontiert, die ihnen viel abverlangt. Sie stehen einer neuen Sprache, anderen schulischen Bedingungen und einer fremden (Jugend-)Kultur gegenüber, zu der sie erst einmal Zugang finden müssen. In der Fortsetzung des Projekts No Border soll ihnen in diesem Jahr dieser Schritt mit einem Musikprojekt erleichtert werden. Zum dritten Mal haben sich zakk, die Falken und STAY! zusammengetan. Sechs Bands aus Düsseldorf haben in den vergangenen 6 Monaten eine/n jungen Geflüchtete*n in ihre Bands integriert und in der neuen Zusammensetzung gemeinsam Songs komponiert. Das so entstandene Material wird professionell aufgenommen und nun live im Zakk präsentiert.

Abschlusspräsentation des Musikprojekts

mit den Düsseldorfer Bands & Musiker*innen BAR, Collektivo, Stabil Elite, Busy Beast, Oiro & No Border Band, die über ein halbes Jahr lang Geflüchtete in ihre Band aufgenommen & neue Songs produzier haben.

Sa, 14.01.2017
19 Uhr

Einlass 18 Uhr
zakk (Club), Fichtenstr. 40, Düsseldorf
Eintritt frei

Weitere Infos unter:
www.facebook.com/futureme
www.future-me.de

RP – Artikel

Weihnachtsbasar für Spätentschlossene

Weihnachten steht vor der Tür, und wer seinen Lieben eine Freude machen, im Alltag eine klare politische Haltung verbreiten und gleichzeitig die Arbeit von STAY! e.V. unterstützen möchte, hat am Donnerstag vor Heiligabend die Gelegenheit, allerlei Schönes auf unserem Weihnachtsbasar für Spätentschlossene zu kaufen. Im Angebot haben wir dieses Jahr:

  • T-Shirts mit „Refugees welcome“-Logo in diversen Größen und Farben, Bio-Baumwolle und fairtrade: 14,- €
  • Baumwolltaschen mit „Refugees welcome“-Logo (größer und kleidsamer als der übliche Jutebeutel) in verschiedenen Farben: 6,- €
  • Bauwollturnbeutel mit „Refugees welcome“-Logo in verschiedenen Farben: 8,- €
  • Kaffeebecher mit „Refugees welcome“-Logo: 6,- €
  • „Refugees welcome“-Soli-Sampler, u.a. mit Songs von sookee, Antilopen Gang, Feine Sahne Fischfilet, Egotronic, GUSTAV, Frittenbude und Neonschwarz: CD 15,- €, zusammen mit Vinyl-LP 25,-€
  • die allerletzten Exemplare des heiß begehrten no border-Buches und unsere druckfrische neue Broschüre gegen Spende.

Dazu gibt es Tee, Glühwein und die Möglichkeit, mit einigen unserer Mitarbeiter- und Ehrenamtler_innen über unsere Arbeit zu sprechen. Der gesamte Erlöst fließt in Projekte von STAY!

Wann? – Donnerstag, 22.12.2016, 17 bis 20 Uhr
Wo? – Hüttenstraße 150, Düsseldorf

Wir wünschen Ihnen und Euch erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Levon und Varduhi haben es endlich geschafft!

RP-Foto: Hans-Jürgen Bauer

Der armenischen Arzt Levon Cholakhyan, seine Frau Varduhi Hayrapetyan und der gemeinsame kleine Sohn David haben endlich eine Aufenthalterlaubnis bekommen. Die Härtefallkommmission der Landes NRW hatte bereits im Oktober 2015 Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthalts in der beruflichen Perspektive sowie der guten
sozialen Entwicklung und Integration gesehen und für die Zeitdauer der Anerkennung der Ausbildung als Arzt und Pharmazeutikerin eine drohende Abschiebung nach Armenien abgewendet. Ende September hat Levon die sogenannte Kenntnis-Prüfung bestanden und darf jetzt als Arzt in Deutschland arbeiten.

Das ganze STAY!-Team freut sich riesig und eine dickes Dankeschön an alle UnterstützerInnen!

Artikel aus der RP

DAS NENNT IHR SICHER?? Keine Abschiebungen in Kriegsgebiete! Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Demonstration in Düsseldorf gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Etwa 500 Demonstranten zogen am Samstag (26.11.) durch die Düsseldorfer Innenstadt, um gegen drohende Abschiebungen nach Afghanistan zu protestieren.

Bericht von report-d
WZ -Artikel

Weitere Informationen unter:

afghanischer-aufschrei.de
https://www.facebook.com/nedajeafghan
Nedaje Afghan نداى افغان – Afghanischer Aufschrei – Afghan Outcry Düsseldorf

Der Aufruf zur Demonstration:
Zu Beginn des Jahres 2016 behauptete Innenminister De Maizière während eines Fernsehinterviews in Kabul, dass Afghanistan sicher sei. Ironischerweise sprengte sich am selben Tag nur wenige Kilometer weiter, ein Selbstmordattentäter der Taliban an einer stark besuchten Verkehrsader in die Luft. Er riss dabei 20 weitere Menschen mit in den Tod. Dass das Alltag der afghanischen Bevölkerung ist, verschweigt De Maizière. Stattdessen lässt er verlauten, dass Afghan*innen lediglich aus Gründen ökonomischer Perspektivlosigkeit, Korruption und Kriminalität flüchten. Das ist nicht nur eine maßlose Relativierung der dortigen Zustände, sondern eine Leugnung des Krieges der seit nunmehr 36 Jahren tobt. Continue reading