Dorthin wo Milch und Honig fliessen

Eine begehbare Theaterproduktion zu Gunsten von STAY!

„Großer Geist, bewahre mich davor über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bin.“ So lautet eine Indianische Weisheit, in der es nicht darum geht, in fremden Schuhen zu laufen, sondern so weit wie möglich die Perspektive eines anderen Menschen anzunehmen, die Welt mit seinen Augen zu sehen.

In den Schuhen eines Flüchtlings werden wir hoffentlich nie gehen müssen, doch ein wenig zu spüren, wie es sein kann, wenn man Heimat, Familie und Freunde verlassen muss – diese Möglichkeit bietet die Theaterproduktion „Dorthin wo Milch und Honig fließen“. Continue reading

Petitionsausschuss empfiehlt Aufenthalt von Levon Cholakhyan und Varduhi Hayrapetyan

Am Wochenende erreichte STAY! die schriftliche Mitteilung des Petitionsausschusses, dass für Levon Cholakhyan und Varduhi Hayrapetyan ein Aufenthalt bei der kommunalen Ausländerbehörde erbeten wird.

Als Begründung führt der Ausschuss auf, dass Levon und Varduhi alle entsprechenden Dokumente, wie die Pässe und Prüfungen zur Anerkennung ihrer Berufsausbildungen als Arzt und als Pharmazeutikerin, vorgelegt haben. Außerdem werden die Beiden in sog. Mangelberufen arbeiten.

An die Empfehlung des Petitionsausschusses.ist die Ausländerbehörde nicht gebunden, in der Regel folgen die Behörden aber entsprechenden Bitten. Die Ausländerbehörde Düsseldorf sieht allerdings weiterhin juristische Probleme und hat den Fall zur Prüfung ans Innenministerium zurück gegeben.

“Wir freuen uns sehr über die Entscheidung des Petitionsausschusses und hoffen, dass es für Levon und Varduhi endlich eine dauerhafte Perspektive in Düsseldorf gibt,” erklärt Oliver Ongaro von STAY! “Hier geht es um einen Einzelfall, der beispielhaft für viele Fälle ist. Die Ausländerbehörde Düsseldorf nutzt Ermessensspielräume zu selten im Sinne der antragstellenden Flüchtlinge. Eine städtische Willkommenskultur muss hier andere Maßstäbe ansetzen.”

RP Artikel 20.5. 2015

RP Artikel

WDR Lokalzeit

RP Artikel 5.5.2015

Wir feiern den Abgang von Dügida!

Nach wochenlangen Gegenprotesten schwinden bei den rassistischen Demonstrationen der sog. „Düsseldorfer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ die Teilnehmer_innen. Gerade mal 50 Leute folgten am vergangenen Montag der Versammlungsleiterin Ariane Meise (NPD) durch das abgeriegelte Bahnhofsviertel. Am Ende der Veranstaltung kündigten die Rassist_innen an, sich erst einmal beraten zu müssen, wie es weiter geht.
STAY! hat als Teil des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer! – Kein Fußbreit dem Rassismus“ seit Wochen Widerstand gegen die rassistische Hetze in unserer Stadt geleistet, und wir freuen uns, am kommenden Montag mit einer Demonstration und anschließendem Konzert eine solidarische Botschaft nach Düsseldorf zu tragen: Kein Platz für Rassismus – refugees welcome!
Wir laden alle ein, mit uns auf der Route von DÜGIDA zu feiern, und danken Ihnen und Euch allen für die bisherige Unterstützung! Die Requisiten der letzten Wochen (Klobürsten, Handtaschen, Regenschirme, Transparente) sind auch diesmal gern gesehen – und sollte DÜGIDA doch noch einmal wieder kommen, werden auch wir wieder da sein!

Auftakt 18 Uhr DGB-Haus/ 18.30 Uhr Start der Demo auf der Route, wo sonst Dügida läuft/ ab 19.15 Uhr Konzert vor dem DGB-Haus mit den Bands Kopfecho und Betrayers of Babylon.

RP Artikel

report-d

NDoZ

CHRISTIAN EHRING für STAY! im zakk

Benefizkabarett für die Flüchtlingsorganisation STAY!

Dienstag 05.Mai.15
20:00 Uhr
Halle
Einlass: 19.00 

CHRISTIAN EHRING: ANCHORMAN

“Anchorman” ist eine ganz eigene Mischung aus Theater, Musik, und hochaktueller politischer Satire. Junges Kabarett – schnell, intelligent und immer wieder überraschend vom ehemaligen Ensemble Mitglied des Kommödchens und Moderators von Extra 3.
Christian Ehrings “Anchorman” ist eine ganz eigene Mischung aus Theater, Musik, und hochaktueller politischer Satire. Junges Kabarett – schnell, intelligent und immer wieder überraschend.

Christian Ehring ist Elmar Stelzwedel – ein Nervenbündel mit Fönfrisur, ein Kommentator mit Persönlichkeitsspaltung, kurz: ein Wickert in witzig. Jahrelang war er die Nummer eins der Spätnachrichten, seriös, professionell und immer gut frisiert. Und jetzt: Wegen eines einzigen Kommentars gefeuert, fristlos entlassen, aus und vorbei. Und Elmar Stelzwedel, der immer alles verstanden hat, versteht plötzlich die Welt nicht mehr.

Christian Ehrings “Anchorman” ist eine ganz eigene Mischung aus Theater, Musik, und hochaktueller politischer Satire. Junges Kabarett – schnell, intelligent und immer wieder überraschend.

Christian Ehring tritt regelmäßig in der „ZDF-Heute Show”, beim Satire-Gipfel (ARD) sowie in “Neues aus der Anstalt” (ZDF) auf. Es folgen Auftritte bei “Fritz & Hermann” und in den “Mitternachtsspitzen” (beide WDR) sowie in “Otti’s Schlachthof” (BR). Auch im Radio ist er regelmäßig zu hören.

Seit September 2011 moderiert er die Sendung EXTRA 3 und ist somit jeden Mittwoch um 22.50 Uhr im NDR zu sehen.
VVK 18,– € / AK 21,– € / zakk-VVK-Gebühr nur 1,50 €

Kein Knast für Flüchtlinge!

Die große Koalition in Berlin diskutiert einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Asyl- und Aufenthaltsrechts. So sieht der Gesetzentwurf die rechtliche Möglichkeit vor, Asylsuchende allein aus dem Grund zu inhaftieren, weil sie aus einem anderen EU‐Staat eingereist sind, ohne dort den Abschluss ihres Asylverfahrens abgewartet zu haben. Ebenfalls vollkommen inakzeptabel ist der Haftgrund  in § 2 Abs. 14 Nr. 4., nach dem ein Ausländer inhaftiert werden kann, der zu seiner unerlaubten Einreise erhebliche Geldbeträge für einen Schleuser aufgewandt hat. Doch: Wie sollen Schutzsuchende ohne sogenannte  „Schleuser“ einreisen, wenn legale Wege weitgehend abgeschnitten sind?

Die detailierte Kritik am neuen Gesetzentwurf von pro Asyl finden Sie hier:

Wir wollen kein neues 1993. Damals wurde das Asylgesetz fast abgeschafft, nachdem die Flüchtlingszahlen stiegen und Rassisten und Neonazis monatelang Flüchtlingsunterkünfte belagert und angegriffen haben. Ein ähnliches Szenario haben wir heute seit der Entstehung der Pegidabewegung in vielen deutschen Städten: eine Zunahme von rassistischen Übergriffen bei steigenden Flüchtlingszahlen!

Bitte protestieren Sie gegen den Gesetzentwurf bei unseren Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten:

Andreas Rimkus, andreas.rimkus@bundestag.de

Sylvia Pantel, sylvia.pantel@bundestag.de

Thomas Jarzombek, thomas.jarzombek@bundestag.de