Solikonzert für STAY! mit der Punkband Fahnenflucht

Fahnenflucht steht für kompromisslosen, ehrlichen und kritischen Punkrock.Das aktuelle und historische Zeitgeschehen bildet das inhaltliche Gerüst der deutschsprachigen Songtexte. Dabei gelingt es Fahnenflucht, musikalisch als auch textlich Akzente zu setzen. Mit ihrem inzwischen fünften Studio Album “Angst und Empathie” schaffen Fahnenflucht erneut ein musikalisches Beispiel dafür, wie man Wut in Worte fasst. Unterstützt wird Fahnenflucht von den Bands: Scherben und Allgemeines Denkvermögen

Solikonzert für STAY! 
Samstag, 8.9.2018
Beginn 20 Uhr
Eintritt 10 Euro – Soli-Eintritt 15 Euro
zakk – Fichtenstr. 40 – Düsseldorf

Eine #Seebrücke nach Düsseldorf

Vor einem Monat haben die Regierungen der EU sämtliche Mittelmeerhäfen für Boote geschlossen, die zuvor Geflüchtete aus dem Mittelmeer gerettet haben. Gleichzeitig wurden Schiffe verschiedener Hilfsorganisationen festgesetzt und Strafverfahren gegen die Besatzung eingeleitet. Auf dem gefährlichsten Fluchtweg über das Mittelmeer sind in der ersten Jahreshälfte 2018 bereits mehr als 2.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Forderung von europäischen Regierungen, die Geflüchteten nach Libyen zurück zubringen, wo ihnen Folter, Vergewaltigung und Mord drohen, werden immer lauter. Dabei gäbe es für Geflüchtete, die vor Krieg, Hunger oder Perspektivlosigkeit fliehen hier in Europa genügend sichere Häfen. Düsseldorf kann ein solch sicherer Hafen werden.

Düsseldorf soll ein sicherer Hafen werden!
Laut Düsseldorfer Stadtverwaltung stehen hier genügen Kapazitäten für 200 weitere Geflüchtete pro Monat zur Verfügung. Die Stadtgesellschaft hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie Geflüchtete willkommen heißt. Viele Ehrenamtliche engagierten sich in der Flüchtlingshilfe, Willkommensfeste wurden organisiert, die Spendenbereitschaft für Flüchtlingsinitiativen war groß und rassistischer Hetze wurde in Düsseldorf stets konsequent begegnet. Die Landeshauptstadt ist eine multikulturelle und wohlhabende Stadt. Wie in Bonn fordern wir daher die Stadt Düsseldorf auf, ihren sicheren Hafen für Geflüchtete zu öffnen. Die Stadt soll ihrem Werbeclaim „Nähe trifft Freiheit“ nun auch Taten folgen lassen. Düsseldorf könnte Teil einer #Seebrücke werden und sich solidarisch mit den Geflüchteten und Seenotretter*innen zeigen, indem sie aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufnimmt Es wird Zeit, dass sich europäische Städte gegen den Rechtsruck innerhalb der EU positionieren und nicht tatenlos zuschauen, wie Menschen im Mittelmeer sterben.
Wir laden daher alle zu einer Protestkundgebung ab 17 Uhr am Freitag den 03. August in den Düsseldorfer Hafen ein (Am Handelshafen 15 auf der Brücke im Medienhafen). Als Symbol der Initiative #seebrücke bringt Schlauchboote und Rettungswesten mit. Lasst uns den Hafen öffnen. Für europaweit sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme Geflüchteter auch hier in Düsseldorf!

 

Protestkundgebung  “Düsseldorf ein sicherer Hafen”
Freitag, 3.8.2018
17 Uhr
Düsseldorf Medienhafen

Kinder und Jugendliche mit Fluchtgeschichte auf der Düsseldorfer Kirmes

Am Donnerstag, den 19.07. hat die Initiative „Perspektive Heimat!“, ein Zusammenschluss verschiedener gemeinnütziger Düsseldorfer Organisationen (fiftyfifty, Schmitz-Stiftungen, STAY!, vision:teilen) zum dritten Mal Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund oder aus benachteiligten Familien auf die Düsseldorfer Rheinkirmes eingeladen. Möglich machte diese Einladung ein weiteres Mal die Special Event Management OHG Oskar Bruch jr. in Zusammenarbeit mit weiteren Schaustellern und dem Wirtschaftsclub Düsseldorf GmbH. Wie in den vergangenen Jahren startete der Besuch der Kirmes mit einer Fahrt mit dem Riesenrad, gefolgt von einem Imbiss im Französischen Dorf. Im Anschluss standen weitere Fahrten mit diversen Fahrgeschäften auf dem Programm.

report-d

WDR Lokalzeit

Aktion Seebrücke – schafft sichere Häfen. Düsseldorf für Humanität. Demonstration zur Solidarität mit Seenotrettern und Geflüchteten

„Wir diskutieren jetzt also ernsthaft, ob es legitim ist, Menschenleben zu retten? Hätten wir die Leute einfach ertrinken lassen, würde ich jetzt wohl nicht vor Gericht stehen, das ist schäbig und eine Gefahr für die Demokratie.“ Diese Worte äußerte Claus-Peter Reisch, Kapitän des Schiffes Lifeline, die als Teil einer zivilgesellschaftlichen Initiative Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer rettet. Reisch steht in Malta vor Gericht, weil er sich weigerte, die Geretteten nach Libyen auszuliefern, in ein Land in dem ihnen Vergewaltigung, Folter und Mord drohen. Die Lifeline wird ebenso wie andere zivilgesellschaftliche Seenotrettungsschiffe und Aufklärungsflugzeuge am Auslaufen gehindert. Während sie von den Behörden Maltas, Italiens und der EU schikaniert werden, ertrinken immer mehr Menschen im Mittelmeer, allein in den letzten vier Wochen mindestens 600. Die zivilen Seenotrettungsinitiativen entstanden, weil sie der tödlichen Flüchtlingspolitik der Festung Europa nicht länger zusehen konnten. Jetzt ist es an uns, ihnen beizustehen.

STAY! ruft daher für Samstag ab 11 Uhr zur Aktion Seebrücke Düsseldorf zusammen mit dem Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“, anderen Parteien, Organisationen und Gewerkschaften auf. Die Demonstration soll vor dem DGB Haus starten und bis zum Burgplatz verlaufen und ist mit bis zu 1000 Teilnehmenden angemeldet. Bei der Demonstration soll, wie in vielen anderen Städten zuvor unter dem Titel „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ die Solidarität mit Geflüchteten und den Seenotrettern gezeigt werden

Solidarität mit den Geflüchteten und den Seenotretter*innen!
Für ein Ende von Abschottung und Abschiebungen!
Schafft legale Einreisewege, sichere Ankunftshäfen und solidarische Städte für Geflüchtete! #Seebrücke

Demonstration Aktion Seebrücke
am Samstag, 21. Juli 2018,
11:00 Uhr
vor dem DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34-38, Düsseldorf

10 Jahre STAY!

STAY! heißt bleiben!

Im Juni vor zehn Jahren eröffnete der Verein STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative seine Beratungsstelle um papierlose Geflüchtete und Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus zu unterstützen. Vorausgegangen war der Gründung der Vereins der zweijährige Kampf um das Bleiberecht der Romafamilie Idic aus Düsseldorf. Angefangen hat alles mit einem 15jährigen Mädchen, Semra Idic. Sie wollte es nicht hinnehmen, dass ihre Familie nach 15 Jahren Leben in Düsseldorf in ein Elendsdorf nach Serbien abgeschoben wird. Sie musste zusehen, wie ihr Vater abgeschoben wurde, damit – so die Logik der Ausländerbehörde – auch der Rest Familie, die Mutter und Semras drei jüngere Geschwister freiwillig ausreisen. Doch es kam alles anders. Semra überzeugte den Kirchenrat der Düsseldorfer Lambertusgemeinde und so gab es dort das erste Asyl in einer katholischen Kirche. Durch die große Anteilnahme an ihrem Schicksal, die zahlreiche Unterstützung aus der Stadtgesellschaft und die vielen Medienberichte konnte Familie Idic schließlich nach fast zwei Jahren zähen Ringen mit den Behörden in Düsseldorf bleiben. Schließlich durfte auch Semras Vater nach vielen Jahren der Trennung von seiner Familie wieder einreisen. Der Fall erregte bundesweit mediales Aufsehen und wurde zum Synonym für Hunderttausende von Abschiebung bedrohter Menschen.  So reifte die Idee einen Verein zu gründen, der Menschen in ähnlich schwierigen Lagen unterstützt, eine Beratung für Geflüchtete anzubieten, die nur geduldet werden und jederzeit abgeschoben werden können. Menschen zu helfen, die gar keine gültigen Aufenthaltspapiere besitzen.

Zeitgleich entstand eine Initiative von jungen Medizinstudierenden an der Heinrich-Heine-Universität. Sie wollten ein medizinisches Versorgungsnetzwerk anbieten, dass papierlose Flüchtlinge behandelt. Denn Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis lassen oft aus Angst vor Entdeckung und drohender Abschiebung akute Erkrankungen nicht behandeln. Diese können sich zu chronischen Krankheiten entwickeln, die in manchen Fällen sogar lebensgefährlich werden.

Aus Beidem entstand schließlich der Verein STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative, mit einer Rechts- und Sozialberatung und dem Projekt MediNetz, eine medizinische Versorgung von papierlosen Geflüchteten. Ein Ladenlokal auf der Hüttenstraße wurde angemietet, die Möbel kamen aus einer Firmenauflösung und ein kleiner Behandlungsraum wurde eingerichtet.

WDR Lokalzeit Bericht

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NRZ Artikel

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