Veranstaltung mit Refugee Aktivist_innen aus Berlin

Fr, 17.10.2014 | 20 Uhr | Ort: STAY! (Atelier im Hinterhof) Hüttenstraße 150 Düsseldorf

Selbstorganisierte Flüchtlingsproteste sind in Deutschland an der Tagesordnung. Immer wieder werden Protestzelte an öffentlichen Plätzen aufgeschlagen, Protestmärsche, Demonstrationen und Bustouren organisiert, Besetzungen und öffentliche Hunger-, sowie Durststreiks durchgeführt, um auf (die) deren Lebenssituationen (geflüchteter Menschen) in Deutschland aufmerksam zu machen, andere Geflüchtete zu unterstützen und die verantwortlichen Institutionen zum Umdenken und Handeln zu bringen.

Die Zielsetzungen sind klar: „Gleiche Rechte für alle!“.

Abschaffung der Residenzpflicht“ (Gesetz aus der Kolonialzeit zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit), „Anerkennung als politische Flüchtlinge“, „Stopp der Abschiebungen“, „Abschaffung der isolierenden Lagerunterbringung“, „Erteilung von Arbeits- und Studienerlaubnissen“, sowie weitere Forderungen werden von den Betroffenen immer wieder gestellt, um ihre elementarsten Rechte geltend zu machen, welche ihnen systematisch durch die deutsche und europäische Asylpolitik verwehrt werden.

Vier Refugee- Aktivist_innen, die seit dem Protestmarsch und der Bustour von Würzburg nach Berlin im Protest auf der Straße sind, erzählen von ihren Erfahrungen auf dem besetzten Oranienplatz und dessen Räumung, sowie der zuletzt eskalierten und versuchten Räumung der Ohlauer Schule und der mehrtägigen Besetzung deren Daches über die zum Teil international berichtet wurde. Auch die aktuellen Entwicklungen und weiteren Perspektiven der Proteste werden Thema der Veranstaltung sein.

Alle Refugees und Unterstützer_innen der Proteste sind eingeladen, um Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven gemeinsam weiter zu entwickeln.

Organisiert von Stay! – Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative & weiteren Supporter_innen der Proteste

Flyer (deutsch/englisch/arabisch/französisch)

English: A Workshop by Refugee activists from Berlin

Continue reading

Fataler Deal auf Kosten von Roma-Flüchtlingen

Im zweiten „Asylkompromiss“ nach 1992 wurde das Menschenrecht auf Asyl erneut Gegenstand eines politischen Geschäfts. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stimmte im Bundesrat der Einstufung Serbiens, Mazedoniens und Bosnien-Herzegowinas als so genannte „sichere Herkunftsstaaten“ zu. Damit stehen Flüchtlinge aus diesen Ländern in Zukunft weitestgehend schutzlos da.

Was es für Roma-Familien heißt z.B. nach Mazedonien zurückgeschoben zu werden, zeigt das Beispiel der Familie Jetula aus Düsseldorf, die vor einem Jahr abgeschoben wurde.

Hier der Bericht aus der Aktuellen Stunde vom Freitag, 19.9.2014

Das Straßenmagazin fiftyfifty startet neues Wohnprojekt in Zusammenarbeit mit STAY!

Das Straßenmagazin fiftyfifty hat in Zusammenarbeit mit STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative e.V. ein neues Wohnprojekt ins Leben gerufen. Mit Spendengeldern der letzten Monate kaufte fiftyfifty Wohnungen und stellt sie STAY! e.V. zur Verfügung. In diesen Wohnungen können anerkannte AsylbewerberInnen bis zu einem Jahr wohnen, um dann in Wohnraum weitervermittelt zu werden. Denn oft ist der Schritt aus einer Flüchtlingsunterkunft in eine eigene Wohnung zu groß und endet meistens in einer Notunterkunft für Wohnungslose. Betreut werden die ehemaligen Flüchtlinge in ihrem neuen Zuhause von SozialarbeiterInnen von STAY! e.V..

Aritkel aus der RP

Artikel aus der WZ

Artikel aus dem Express

Medinetzmitarbeiter, die Eheleute Levon Cholakhyan und Varduhi Hayrapetyan, von Abschiebung bedroht – STAY! fordert Bleiberecht!

OB Thomas Geisel, Levon, Varduhi und Diakoniepfarrer Thorsten Nolting, Vernissage beim Straßenmagazin fiftyfifty

Levon Cholakhyan, seine Frau Varduhi Hayrapetyan und der gemeinsame kleine Sohn sind akut von Abschiebung bedroht. Aufgrund politischer Aktivitäten in der Oppositionspartei Armenischer Nationalkongress wird Levon in Armenien politisch verfolgt. Dennoch wurden die Asylanträge der Eheleute als offensichtlich unbegründet abgewiesen. Eine Abschiebung nach Armenien gefährdet Leib und Leben der ganzen Familie.

Levon ist von Beruf Chirurg, Varduhi hat ein Diplom in pharmazeutischer Chemie. Beide haben ein Arbeitsangebot von einem Pflegedienst, und könnten sich und ihre Familie problemlos selbst versorgen. Levon und Varduhi sind außerdem ehrenamtlich im Medinetz Düsseldorf aktiv und leisten wertvolle medizinische Unterstützung für Flüchtlinge und Migranten, die sich in deutschen Krankenhäusern nicht ohne weiteres behandeln lassen können.

Die Situation von Levon, Varduhi und ihrem kleinen Sohn David, der im September 2013 in Deutschland geboren wurde, muss als Härtefall eingestuft werden! STAY! fordert ein dauerhaftes Bleiberecht für Levon und seine Familie!

„Vielleicht hat doch jemand ein Herz“

aus der Rheinisches Post, Sa 16.6. VON UTE RASCH

Ein junges Paar aus Armenien soll abgeschoben werden, obwohl der Chirurg und die Pharmazeutin hier ein Jobangebot haben.  –
Klingt ganz einfach, nach einer schnellen, unkomplizierten Lösung: Einerseits ist da ein schwer behinderter Mann, der auf eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung angewiesen ist. Sein Pflegedienst findet niemanden, der die Aufgabe übernehmen würde. Aber dann ist er auf ein junges Paar gestoßen, beide qualifiziert, das diese Arbeit sofort übernehmen würden. Wo ist das Problem? Die beiden sind Flüchtlinge aus Armenien, ihr Asylantrag wurde abgelehnt – obwohl sie das Jobangebot vorweisen konnten. Zurzeit werden sie nur geduldet, müssen mit Abschiebung rechnen. Eine absurde Geschichte? Nein, Alltag.
Weiterlesen

Artikel aus der Jungen Welt

Artikel aus dem Handelsblatt

Solidaritätsaktion der Grünen

Abschiebung droht – Lokalzeit Düsseldorf/WDR

Artikel aus der WZ

Artikel aus der NRZ

Artikel aus der Express

STAY! und Clown Nemo auf dem antirassistischen Fußballturnier „StandUp!-Cup“ in Düsseldorf

Im Halbfinale knapp unterlegen

Erst im Elfmeterschiessen des Halbfinales musste sich das Team von STAY! united beim
6. StandUp!-Cup geschlagen geben. Zuvor waren die Jugendlichen aus Afghanistan,
Bangladesh, Guinea und Somalia als Gruppenerster aus der Vorrunde hervorgegangen. Und auch im folgenden Viertelfinale zeigten die Jungs ihre spielerische Klasse und
setzten sich verdient mit 4:1 durch.

Im Halbfinale stand es Continue reading