Soli-Stoffbeutel für STAY!

Das Fanzine Plastic Bomb möchte ein Zeichen setzen, dass Flüchtlinge in unserer Gesellschaft einen Platz haben und geschützt statt vertrieben werden müssen und hat einen Soli-Stoffbeutel mit “refugees welcome”- Logo enworfen. DerErlös der Soli-Beutel geht an STAY!.

Hier ist der Soli-Stoffbeutel erhältlich

Familie Jetula soll zurück! – In Mazedonien keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben!

Am 26. August 2013 frühmorgens um 2 Uhr wurde die Familie Jetula, die seit Jahresanfang in Düsseldorf lebte: Vater, Mutter und 6 Kinder, aus ihren Betten geholt und am gleichen Tag nach Skopjie/Mazedonien abgeschoben.

Dort mussten sie wochenlang auf der Straße kampieren, noch heute sind sie, nachdem sie eine notdürftige, völlig unzureichende Bleibe ergattern konnten, verzweifelt und ratlos.

Die 3 Schulkinder der Familie: Kevin (14), Erzan (12) und Elmedia (10) hatten sich auf das neue Schuljahr gefreut, sie waren gut integrierte eifrige Schüler. Ervin (3) konnte die Situation überhaupt nicht verstehen und reagierte mit psychosomatischen Hautausschlägen.

UnterstützerInnen haben die Familie in Mazedonien besucht und die Eindrücke in einem Kurzfilm zusammengefasst:

Kurzfilm

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Artikel aus der WZ

Flüchtlingsfamilien am Hasseler Richtweg müssen nicht umziehen!

Neue Unterkunft für Wohnungslose wird geprüft!

Erfolg für die betroffenen Flüchtlingsfamilien und für alle UnterstützerInnen.

Noch vor Weihnachten bekamen vier Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 22 Kindern eine Ordnungsverfügung zu gestellt. Am Donnerstag, 9.1.2014 um 8 Uhr sollten die ersten beiden Familien ihre kleinen Reihenhäuser am Hasseler Richtweg in Düsseldorf verlassen und in eine Sammelunterkunft – eine ehemalige Schule auf der Lacombletstraße – ziehen. Dort werden sie in Klassenzimmern untergebracht. Die sanitären Anlagen befinden sich in Containern auf dem Schulhof. Viele Kinder müssen zum wiederholten Male die Schule wechseln. In den Häusern am Hasseler Richtweg sollen Obdachlose untergebracht werden.

STAY! hatte mit Unterstützung des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum das Ausspielen von Wohnungslosen gegen Flüchtlinge auf einer Pressekonferenz im Dezember 2013 am Hasseler Richtweg scharf kritisiert.Die betroffenen Familien haben zum Teil Rechtsmittel gegen die Ordnungsverfügungen eingelegt.

„Trotz der kritischen Berichterstattung hält die Stadt an ihrem Kurs fest. In einer Stadt wie Düsseldorf, wo an jeder Ecke neue Luxuswohnquartiere entstehen, gibt es für arme Menschen nur schlecht gemachte Lösungen“, kritisiert die Sozialarbeiterin von STAY!, Nicole Tauscher. „Die Stadt kommt ihrer kommunalen Verpflichtung, Menschen in Not adäquat unter zu bringen, nur unzureichend nach.“

Am Mitwochnachmittag, 08.01.2014 einigten sich die Flüchtlingsinitiative STAY!, das Straßenmagazin fiftyfifty und der Sozialamtsleiter Roland Buschhausen darauf, dass die angekündigten Zwangsumzüge der Flüchtlingsfamilien am Hasseler Richtweg nicht stattfinden werden! Stattdessen wurde vereinbart, dass ein leer stehendes Gebäude der katholischen Kirche als neue Unterbringung für Wohnungslose geprüft wird – und dies bereits am darauf folgenden Tag, dem 09.01.2014. Der Sozialamtsleiter hat zugesichert, dass finanzielle und personelle Ressourcen seitens der Stadt zur Verfügung stehen, um das Vorhaben umzusetzen.
Wir danken allen, die sich an den Protesten für Wohnungslose und Flüchtlinge bislang beteiligt und darüber in den Medien berichtet haben. Und wünschen uns für die Zukunft, dass es keine Proteste privater Initiativen braucht, damit die Stadt endlich eine verantwortungsvolle Strategie in der Wohnungspolitik verfolgt.

Berichte von RP und Center TV

NRZ

WDR Lokalzeit


 

Stadt schickt Flüchtlingsfamilien aus Wohnungen in eine Sammelunterkunft!

Die Ärmsten der Armen werden gegen einander ausgespielt!

Noch vor Weihnachten müssen insgesamt 13 Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 37 Kindern ihre kleinen Reihenhäuser am Hasseler Richtweg in Düsseldorf verlassen und in eine Sammelunterkunft – eine ehemalige Schule auf der Lacombletstraße – ziehen. Dort werden sie in Klassenzimmern untergebracht. Die sanitären Anlagen befinden sich in Containern auf dem Schulhof. Die Familien kommen u. a. aus Russland, aus Armenien, Irak und Mazedonien. Viele Kinder müssen zum wiederholten Male die Schule wechseln und verlieren eine beliebte Anlaufstelle, einen Kinder- und Jugendtreff am Hasseler Richtweg. In den Häusern am Hasseler Richtweg sollen Obdachlose aus der städtischen Notunterkunft Forststraße untergebracht werden.

Hier beginnt der eigentliche Skandal: Knapp 40 Menschen wohnen derzeit noch im städtischen Obdach auf der Forst- und Kleinstraße. Ihnen ist zum 31.10.2013 gekündigt worden. Ein privater Eigentümer vermietete die Wohnungen an die Stadt, diese wiederum nutzte die Wohnungen als Obdach für wohnungslose Menschen. Die Kündigungen sind rechtskräftig, eine neue Perspektive für die Menschen gab es bislang nicht. Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum machte diese Zustände vor zwei Wochen öffentlich. Städtische Sozialpolitik in Düsseldorf sieht so aus, dass jetzt Obdachlose die Flüchtlinge verdrängen, die dann noch schlechter untergebracht werden. Gerade erst hat die Stadt Liegenschaften und Grundstücke für über 60 Millionen Euro verkauft. Seit Jahren baut die Stadt Notunterkünfte für Obdachlose und Flüchtlinge kontinuierlich ab. Von ehemals 2500 Plätzen für Obdachlose gibt es z. Zt. noch etwa 500.

„Hier werden die Ärmsten der Armen gegen einander ausgespielt und das in einer reichen Stadt wie Düsseldorf. Ein unsoziales und unchristliches Verhalten legt die Stadt hier an den Tag“, kritisiert die Sozialarbeiterin von STAY!, Nicole Tauscher. „Die vielen Kinder werden jetzt Weihnachten in einem leeren Klassenzimmer verbringen und nicht in einer eingerichteten Wohnung.“

RP Artikel

WZ Artikel

NRZ Artikel

Lokalzeit

Sat 1 Nachrichten

Ihre Spende wird dringend benötigt!

Jährlich sterben viele Menschen bei dem verzweifelten Versuch, über das Mittelmeer nach Europa einzureisen. Sie fliehen vor Krieg, politischer Verfolgung oder Armut, in der Hoffnung, sich hier ein neues Leben aufbauen zu können. Die bestehende Rechtslage gewährt nur den allerwenigsten von ihnen Asyl. Für alle übrigen bedeutet ein unsicherer Aufenthaltsstatus ein Leben im permanenten Ausnahmezustand. Krankheiten oder Schwangerschaften nehmen oftmals einen lebensbedrohlichen Verlauf, weil die Betroffenen keine Möglichkeit haben, einen Arzt aufzusuchen. Traumata und die permanente Angst vor einer drohenden Abschiebung führen zusätzlich zu extremen psychischen Belastungen.Diese Menschen benötigen schnelle und unbürokratische Unterstützung. STAY! bietet ihnen einen Anlaufpunkt und konkrete Hilfe. Wir begleiten die Menschen bei Behördengängen, wir vermitteln Patientinnen und Patienten an ehrenamtliche arbeitende Ärztinnen und Ärzte. Wir helfen Schwangeren, ihr Kind in einer sicheren Umgebung zur Welt zu bringen und unterstützen Menschen dabei, einen legalen Aufenthaltsstatus zu erlangen und sich ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben aufzubauen. In diesem Jahr konnten wir unsere Unterstützung noch erweitern, indem wir eine neue Stelle für die Koordination der medizinischen Hilfe eingerichtet haben. Frau Simone Froschauer ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin und Studentin der Sozialpädagogik. Sie ist seit Mai 2013 als Teilzeitkraft für STAY! tätig um die gestiegene Fallzahl an Menschen, die medizinische Hilfe benötigen, zu bewältigen. Durch ihre Arbeit ist das MediNetz nun täglich erreichbar, die Patientinnen und Patienten werden schnellstmöglich an die mitarbeitenden Ärztinnen und Ärzte vermittelt und finden in Frau Froschauer eine konstante Ansprechpartnerin auch für eine längerfristige Betreuung. Die hierfür erforderlichen Personalkosten in Höhe von 5.000,- EUR im Jahr bedeuten für STAY! eine zusätzliche finanzielle Herausforderung. Wie Sie wissen, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen um die Kosten für unsere hauptamtlichen Mitarbeiter, die Büromiete, Strom, Telefon etc. und natürlich die konkrete Hilfestellung für die Familien, die unbegleiteten Jugendlichen und schwangeren Frauen, die zu uns kommen, tragen zu können.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie auch in diesem Jahr einen Beitrag zur Aufrechterhaltung unseres Angebots leisten. Sowohl für einmalige Spenden als auch für regelmäßige Zuwendungen in Form eines Dauerauftrags stellen wir Ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus.

Herzlichen Dank und viele Grüße

Isis Kossatz

STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative e.V.