Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf

Mit Unterstützung von STAY! geht die neue Homepage „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ online.

Viele Düsseldorfer wollen Flüchtlingen helfen – aber wie und an wen können sie sich wenden? Die Internetseite „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ ist gedacht, um  Menschen, Kirchengemeinden, Vereine und Institutionen vernetzen, die alle das Ziel haben, Flüchtlingen zu helfen; ob mit Kleidern, Schuhen, Spenden, einem Abendessen mit Freunden oder einem Kinoabend. Diese Initiative möchten helfen, Kontakte im jeweiligen Stadtbezirk zu finden. Auf der Homepage werden Gruppen, Organisationen und konkrete Ansprechpartner aufgelistet, die Flüchtlingen aktiv helfen, außerdem Adressen, wo man sich ehrenamtlich engagieren kann.

„Damit wollen wir als Initiative jenen, die vor Kriegen und Katastrophen fliehen mussten, deutlich  zeigen, dass Ressentiments und Rassismus in Düsseldorf keine Chance haben“, erklärt Jo Geschke, einer der Mitorganisatoren. „Lassen Sie uns Flüchtlinge nicht nur herzlich willkommen heißen, lassen Sie uns gemeinsam auch eine Kultur der Integration und Beteiligung schaffen.“

fluechtlinge-willkommen-in-duesseldorf.de

Am Montag gemeinsam gegen Neonazi-Provokationen auf die Straße

Am kommenden Montag wird es um 18 Uhr einen Flashmob auf dem Mintropplatz geben. Die TeilnehmerInnen sollen eine Handtasche mitbringen. Erinnert werden soll damit an die Protestaktion der Schwedin Danuta Danielsson. Sie hatte 1985 einen Neonazi während eines Aufmarsches mit der Handtasche geschlagen, weil ihre eigene Familie in Auschwitz gewesen war. In Schweden soll für Danuta Danielsson ein Denkmal errichtet werden.

Gegen den Sprecher der Bündnisses, Oliver Ongaro, wird polizeilich ermittelt. Der Vorwurf lautet, bei der Aktion „Rollen gegen Rechts“, die auf dem Stresemannplatz am Montag, 26. Januar in einer Sitzblockade auf der „Dügida“-Route endete, gegen das Versammlungs-gesetz verstoßen zu haben. Oliver Ongaro hatte für die Polizei vor Ort  als Ansprechpartner fungiert und die Aktion im Verlauf angemeldet und polizeilich bestätigt bekommen.

Aktuelle Informationen über Proteste gegen DÜGIDA am Montag, 2.3. gibt es hier

„No border“ Buch- und Musikpräsentation mit jungen Flüchtlingen

“No border“ ist ein Buch- und Musikprojekt mit jungen Flüchtlingen aus Düsseldorf. Ausgangspunkt des Projekts war die Einschätzung, dass sich die Situation von Flüchtlingen weiter verschärfen wird. Zum einen durch die rigide Asylpolitik Deutschlands zum anderen durch Rassismus und Ausländerfeindlichkeit bis tief in die Mitte der Gesellschaft. Wolgast, Berlin – Hellersdorf und Duisburg waren die ersten Anzeichen von einer ähnlichen Pogromstimmung wie Anfang der 90iger Jahre.

Dieser Politik und Stimmung wollen wir mit dem Buch No Border etwas entgegen setzen und für Solidarität, Respekt und Toleranz werben und Rassismus und Rechtsradikalismus bekämpfen. Das Projekt will die Flüchtlingsjugendlichen aus der Isolation holen und ein wenig von Willkommensgefühl herstellen. No border ist ein Gemeinschaftsprojekt von SdJ-die Falken, zakk und STAY!

Ayla, Victor, Richard, Ahmad und Evin, Jugendliche mit Flüchtlingsgeschichte, haben ihre biographischen Texte geschrieben, die Einblicke in Vergangenes und Gegenwärtiges gewähren. So wird das Leben und die Zukunftswünsche eines Heranwachsenden in Ghana beschrieben, eine unglaubliche Flucht von Afghanistan nach Deutschland in Worte gefasst, der umständliche Weg durch deutsche Behörden formuliert und der Jahre dauernde Kampf um eine ständige Aufenthaltsgenehmigung dokumentiert.

Des Weiteren finden sich im Buch als QR-Code drei Songs, in denen sie ihre Texte verarbeiteten und sie professionell aufgenommen haben, wie z.B.: Daily warrior mp3

Das Buch kann bei STAY! bestellt werden.

WDR Lokalzeit

Artikel von report-d

Artikel aus der RP

Artikel aus der WZ

Artikel aus dem Express

Fortuna Düsseldorf sagt „REFUGEES WELCOME“

Zum heutigen Spiel gegen SV Sandhausen hat Fortuna Düsseldorf mehr als 400 Flüchtlinge eingeladen. Die Freikarten wurden über STAY! in zahlreichen Düsseldorfer Flüchtlingsunterkünften verteilt und die Begeisterung über die Aktion ist groß. Fortuna Düsseldorf lädt bereits seit mehreren Jahren immer wieder Flüchtlinge zu Spielen ein. Eine Aktion in dieser Größenordnung ist aber neu und ein starkes Signal hinsichtlich der Willkommenskultur gegenüber Menschen, die in größter Not ihre Heimat verlassen mussten.

STAY! sagt „Herzlichen Dank“, auch im Namen der vielen Menschen, die heute Abend zum ersten mal bei einem Spiel von Fortuna Düsseldorf dabei sind.

Aktion Herberge Düsseldorferinnen und Düsseldorfer heißen Flüchtlinge willkommen

“Denn in der Herberge war kein Platz für sie.“ So wird im Lukas-Evangelium beschrieben, warum Jesus in einem armseligen Stall auf die Welt kam. Viele Flüchtlinge heutzutage haben nicht einmal das.

Krieg, Armut und Katastrophen verursachen weltweit Fluchtbewegungen. Einzelne Menschen und ganze Familien werden gewaltsam aus ihren Heimatländern vertrieben. Sie verlieren ihr ganzes Hab und Gut und ihre sozialen Bezüge. Nicht selten durch Verfolgung, Repressalien, Fluchtdramen und Folter traumatisiert suchen sie Schutz außerhalb ihrer Heimat, zum Beispiel im reichen Düsseldorf. Doch hier erfahren sie nicht selten erneut Diskriminierung, Ausgrenzung und Ablehnung, mitunter auch rechtsradikale Hetze, Verfolgung und Übergriffe – sogar in offiziellen Einrichtungen für Asylbewerber. In sozialen Netzwerken grassieren mehr oder weniger verdeckte Gewaltaufrufe gegen Flüchtlinge.

Düsseldorfer Initiativen und Vereine stellen sich diesem Trend bewusst entgegen und rufen zu zivilgesellschaftlichem Engagement auf. Weil für die Unterbringung der Flüchtlinge zu wenig städtischer Wohnraum zur Verfügung steht, werden Privatleute, Kirchengemeinden, Wohngemeinschaften und Wohnungsbaugesellschaften dazu aufgerufen, Menschen in Not aufzunehmen und sie zu unterstützen. Wir brauchen eine neue Willkommenskultur, in der Flüchtlinge nicht als Belastung, sondern als Bereicherung der Gesellschaft wahrgenommen werden.

fiftyfifty Straßenmagazin, Flüchtlingsinitiative STAY!, franziskanische Initiative „vision : teilen“, Diakonie Düsseldorf, Flüchtlingsrat Düsseldorf

Wer Wohnraum zur Verfügung stellen kann, melde sich bitte unter 0211/9216284 bei fiftyfifty. Wir prüfen das Wohnraum-Angebot vor Ort und schlagen es ggf. der zuständigen Behörde oder Organisation als Aufnahmeort für einen oder mehrere Flüchtling/e vor.

Artikel aus der NRZ