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Aktuelles


Ein Abend für Flüchtlinge
Lecker Essen und Trinken – sich austauschen – diskutieren – informieren
Jeden 1. Mittwoch im Monat 3.2./3.3./7.4.    ab 19 Uhr
am Mittwoch, 3.2. mit Rechtsanwalt Markus Rottmann
Eintritt frei

Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf-Bilk

Kein mensch ist illegal – Bleiberecht für alle! 
antirassistisches Netzwerk Düsseldorf

Una tarde para refugiados                                                                                                            
comer y beber bien – intercambiar experiencias – discutir – informarse
cada primer miércoles del mes: 03/02, 03/03, 07/04; a partir de las 19 horas
el miércoles 3 de febrero con el abogado Markus Rottmann
entrada libre
Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf-Bilk
(centro izquierdista „Hinterhof“)

Ninguna persona es ilegal - ¡Derecho de permanencia para todos!

red antiracista Düsseldorf

evening for refugees
tasty food and drinks – get in contact – discuss – get information
first Wednesday of each month: 3-2, 3-3, 7-4; starts at 7 p.m.
Special on Wednesday, 3 February with lawyer Markus Rottmann
free entrance
Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf-Bilk
(leftist centre „Hinterhof“)

No one is illegal – right of residence for everybody!
antiracist network Düsseldorf

Une soirée pour les réfugiés
Un bon repas, des boissons - parler - disctuer - s'informer
Le 1er mercredi du mois 3.2/3.3/7.4 à partir de 19 heures
Mercredi 3.2 avec Markus Rottmann, avocat
Entrée libre
Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf-Bilk

Personne n'est illégal | Droit de séjour pour tous!
Réseau de Düsseldorf contre le racisme

 

                           
                     
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Änderung der Öffnungszeiten ab 1.1.2010       
 
 Freitag 13 - 15 Uhr (bisher 10 - 12 Uhr)
                       

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Informations- und Diskussionsveranstaltung

„ …und ich muss wieder weg!“

Ehemalige Bürgerkriegsflüchtlinge werden nach Jahrzehnte langem Aufenthalt in Deutschland wieder abgeschoben.
Die „Altfallregelung“ für langzeitgeduldete Flüchtlinge läuft Anfang Januar aus und es drohen Massenabschiebungen in den Kosovo. Über Deutschland als Einwanderungsland, verhinderte Integration und die Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Protestes gegen Abschiebungen diskutieren:

Monika Düker, MdL die Grünen
Jens Dieckmann, Rechtsanwalt für Asyl- und Ausländerrecht
Vlasta Idic, ehem. Bürgerkriegesflüchtling, nach über 17 Jahren aus Deutschland abgeschoben.
Thorsten Nolting, Diakoniepfarrer aus Düsseldorf
Frank Laubenburg, Vorsitzender der Fraktion die LINKE im Stadtrat

Sonntag, 10.1. 17 Uhr zakk

 
stay! und balkan beatz presents Gypsy Balkan Live Konzert

Solikonzert zur Unterstützung von Abschiebung bedrohter Menschen.

Vlasta Idic - virtuos an Trompete und Posaune -  (Düsseldorf)
Absinto Orkestra - feurig-expressiv und euphorisierend - (Mainz)
eleganCi
- Gypsis on speed - (Köln)

Sonntag, 10.1. 20 Uhr zakk (Club)

absinto   
Absinto Orkestra    

    
eleganCi   

  
Vlasta Idic           

                                                       

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In Düsseldorfer Kinos: Spot gegen Abschiebung

Mit dem Kinderreim „Ene mene miste“ verdeutlicht die Flüchtlingshilfe „Stay“ die Abschiebepraxis in Deutschland. In einem Werbespot der Organisation wird der neunjährige Faisal ausgezählt: Er muss das Land verlassen.

Der Werbespot soll den Zuschauern des Ufa-Palastes am Hauptbahnhof und der Programmkinos die Situation von Flüchtlingen und vor allem deren Kindern vor Augen führen. Er wurde von der Agentur Mc Cann Erickson gedreht und wird von den Franziskanern und Kabarettist Volker Pispers unterstützt.
(RP 7.11.2009)


                                

Kinospot anschauen

                                       

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PAPIERLOS - AUSGEBEUTET - NICHT EXISTENT

Wir treffen sie an der Bahnhaltestelle oder an der Kasse im Supermarkt, doch wahrnehmen tun wir sie nicht. Über eine 1 Million gibt es laut Schätzungen in Deutschland. Die Rede ist von papierlos hier lebenden und meist unter ausbeuterischen Bedingungen arbeitenden Menschen.

Ihre Situation und Möglichkeiten der konkreten Hilfe stehen im Mittelpunkt dieses politischen Frühstücks mit folgenden Themen/Fragen:

       - Soziale, wirtschaftliche, globale Hintergründe, die Menschen in eine solche Situation treiben
 - 
Situation der papierlos und „illegal“ hier Lebenden
 
- Bisherige Erfahrungen in der konkreten Unterstützung der „Papierlosen“
 
- Aktuelle konkrete Angebote/Anlaufstellen in Düsseldorf 
 
- Was muss als Netzwerk noch weiterentwickelt – kann konkret abgesprochen werden?

Als Referent wird uns Bernhard Schmid (Journalist und Arbeitsrechtler) zu den Erfahrungen aus Frankreich berichten. Dazu gibt es Berichte zu ersten Ansätzen der konkreten Hilfe/ Unterstützung in Deutschland.

Sonntag  06.12.09
11:00 Uhr 

zakk-Kneipe
Fichtenstr. 40

Veranstalter: Attac, stay, ver.di, NGG, VDJ Düsseldorf



                                                                  
                                                                      

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stay! erhält den Düsseldorfer Friedenspreis                                                           

Am 01. September 2009 wurde die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative stay! e.V. mit dem Friedenspreis der Düsseldorfer Friedensbewegungen ausgezeichnet. Da die Initiative, nach Angaben der Preisverleiher, zum sozialen Frieden und Gerechtigkeit in der Stadt beitrage und hinschaue, wo andere weggucken, handele wo andere zögern, habe sie diese Preis redlich verdient. Bei der Verleihung im Düsseldorfer Maxhaus sprach Dominikanerpater Wolfang Sieffert die Laudation und lobte das Engagement der zahlreichen MitarbeiterInnen der Initiative. Lesen Sie Auszüge aus seiner Rede:

"Liebe Mitwirkende bei Stay!, Bert Brecht schrieb: „Die im Dunkeln sieht man nicht.“ Sie treten ein und kümmern sich um Menschen, die unsichtbar sind, die unsichtbar bleiben müssen, weil sie sich sonst gefährden. In Deutschland sind es schätzungsweise eine bis anderthalb Millionen Personen, die den Aufenthaltsstatus „unsichtbar“ haben. Für Sie sind sie vor allem eines: Menschen. Für sie sind Sie da.
In welchem Land findet das statt, zu welcher Gesellschaft gehört Ihr Einsatz?
Als ich 1990 im Kino in Peter Weir´s Film „Green Card“ (mit Andie MacDowell und Gérard Depardieu) gesehen habe, mit welcher Vehemenz in den USA illegal sich Aufhaltende verfolgt werden, da dachte ich: „Das wäre bei uns nicht möglich.“, und war stolz, Deutscher zu sein. Nur drei Jahre später war ich Seelsorger in einer für unser Land neuen Institution, einer Abschiebehaftanstalt. Und wir alle konnten hören und lesen von den detektivischen Mühen und dem Personaleinsatz, die für das Aufdecken von Scheinehen hier bei uns eingesetzt werden.
Natürlich: wir im Mainstream sind alle keine Rassisten, erst recht keine Neo-Nazis. Hier ist „in“ und gehört zum Design fast jeder Person, vor allem der Erfolgreichen, eine antirassistische Einstellung vorzuweisen. Es ist aber dafür nicht nötig, wirklich hinzusehen. Und schon gar nicht gehört es zum Persönlichkeitsdesign, sich in Ausländerzentren zu setzen, im Kulturverein mit türkischen Männern Tee zu trinken, mit Marokkanern bei einer Shisha eine Partie Schechmesch zu spielen oder mit Afrikarinnen zu tanzen. Und wer, außer manchen Erzieherinnen und Lehrerinnen, die meine größte Hochachtung haben, macht sich Gedanken darüber, wie wir in Kontakt kommen können mit muslimischen Frauen, die außer beim Einkaufen oder bei der Kinderärztin nicht auftauchen?
Ich frage noch weiter: wie und wo setzt sich unsere Gesellschaft damit auseinander, wie wir mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen umgehen? Es geht nicht nur um geklopfte Sprüche wie „Das Boot ist voll.“ oder „Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg.“ Der Diskurs über Ausgrenzungen, Xenophobie und alles, was dahinter steckt, wird längst nicht zureichend geführt. Es geht nicht nur um unterschwellige Ausländerfeindlichkeit in der Kriminalitätsberichterstattung und nicht nur um Politiker, die das Wort Rassismus kaum über die Lippen bekommen.
Es geht auch um sich manchmal sehr wissenschaftlich gebärdende Scheingefechte, Diskussionen um „Leitkultur“ oder um „Multikulturelle Gesellschaft“ und ob es letztere nun gibt oder ob sie gescheitert sei. Solche Auseinandersetzungen dienen, sofern sie nicht in die Tiefe gehen, auch dem Nichthinsehen – und erzeugen vor allem eins: sie machen müde und aller Auseinandersetzung überdrüssig. Vor allem muss gesehen werden, was wirklich los ist. Das geschieht viel zu wenig.
Dagegen steht Stay! Hier wird etwas getan, und indem es geschieht, zieht es durch die einzelnen, die es tun, Kreise im persönlichen und sozialen Umfeld und bis in die Medien. So bescheiden diese Mittel sind, Stay! setzt etwas gegen Unsichtbarkeit, Wegsehen und die Kultur bloßer nichtsnutziger Worte.
Wir leben in einer Gesellschaft, die durch die tägliche Informationsflut verroht und abgestumpft ist. Eine Sensation jagt die nächste und es bleibt keine Zeit, richtig zu begreifen, geschweige denn, zu verarbeiten. Die Konsequenz ist Gleichgültigkeit und eine Immunisierung gegenüber Langzeit-Problemen und latent schleichenden Gefahren. „Es ändert sich sowieso nie was. So schlimm ist es nicht. Ich selbst kann schon gar nichts dagegen tun!“
So hart es klingt, beim Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist die Allgemeinheit in unserem Land nur schwer zu sensibilisieren und kaum noch zu mobilisieren. Solange nicht eine Katastrophe großen Ausmaßes geschieht, halten sich die Menschen die Ohren fast zu. Das Thema ist „out“. Die Leute sind übersättigt. Sie haben die Schnauze voll. Und wenn sie dann noch sehen, wie Prominente ihre fast schon mantrahaft vorgetragenen Bekenntnisse zu Demokratie und Integration aufsagen, schalten sie komplett ab. Viele gut gemeinte Aktionen erreichen so fast einen Gegeneffekt.
Dadurch war es möglich, dass wir in den letzten knapp zwanzig Jahren neben vielen schönen Worten im Bereich der ausländerrechtlichen Bestimmungen eine Verschärfung ungeheuren Ausmaßes erlebt haben. Wer Recht und Würde des Einzelnen nicht hoch hält und auch in der juristischen und administrativen Praxis – also in echt! – Wert schätzt, zieht nach und nach unserer Gesellschaft den Boden unter den Füßen weg, auf dem sie aufgebaut ist. Uns ist klar, dass Sklavenhaltung einer freiheitlichen, auf Menschenrechten basierenden Ordnung Hohn sprechen würde;  genauso klar ist zumindest bei uns, dass sich dort, wo Frauen elementare Rechte vorenthalten werden, eine auf der Menschenwürde aufbauende Kultur in Luft auflösen muss. Unklar dagegen ist in unserem politischen Miteinander, wie gefährlich für die verfassungsmäßigen Grundorientierungen nicht nur unterschwelliger bis offener Rassismus und die Alltagsdiskriminierung ausländischer Menschen sind, sondern auch die legale Diskriminierung und Kriminalisierung einer großen Gruppe hier mit uns lebender Menschen.
Über Zuwandernde wird gesprochen wie über potentielle Terroristen. Seit 2001 sind im Gefolge des 9. Septembers sogar vermehrt Zuwanderungen zu vermelden, die nicht nur ich für wirklich gefährlich halte, sondern viele im alten und guten Sinne liberale Menschen und Verfassungsrechtler. Es handelt sich um die Zuwanderung der Sicherheitsparagraphen! Bemühungen um Integrationsstrukturen haben sich in ein Ringen um Sicherheitsparagraphen, um Abschottung, Ausweisung, Abschiebung und Kriminalisierung verkehrt.
Durch eine Reihe verschiedener Gesetze hat sich nicht nur unsere Kultur in Geist und Atmosphäre verändert, sondern auch die faktischen Möglichkeiten, hier legal zu leben. Schengen hat mit seinen Verträgen Deutschland und Europa zu einer Festung gemacht, die Grenzen sind für Flüchtlinge dicht. Asyl wurde in dem Land, das einst Nazis beherrschten, ein papierenes Etwas, dem fast jede Wirklichkeit fehlt. In unser Land kommt jedenfalls so gut wie keine Person mehr hinein, die politischer, rassischer oder geschlechtlicher Verfolgung ausgesetzt war. Das verändert eine Gesellschaft und höhlt ihre Werte aus.(...) 

Es ist auch unser Land, aus dem der hier geborene Jugendliche abgeschoben wird, dessen Vater seine  Aufenthaltserlaubnis wegen Fahrens ohne Führerschein verwirkte. Es ist dieses Land, in dem immer noch völlig unklar ist, was nach Auslaufen der Altfallregelung mit ganzen Familien geschieht, die die engen Kriterien für einen Daueraufenthalt nicht erfüllen und in dem unsäglichen Status der Kettenduldungen gehalten werden.
Vieles muss sich ändern. Verbesserungen geschehen nicht von allein, sie setzen Menschen voraus, die sich einmischen und beteiligen. Sie setzen voraus, dass Beteiligung ermöglicht und erwünscht ist. Eine „civil society“ entsteht nicht von allein. Eine Zivilgesellschaft entsteht, wenn die Zivilcourage vieler gebündelt wird. Auch deswegen wird heute Stay! geehrt, weil es zu wenig Zivilcourage gibt.(...)

Stay! ist für mich beispielhaft. Wenn wir die Fundamente unserer Gesellschaft stützen wollen: Menschenwürde, Menschenrecht, gegenseitige Achtung und Respekt, dann braucht es den bürgerlichen Mut und den Einsatz, den Sie bei Stay! zeigen. Sie, die Sie Stay! tragen, leisten vorbildlichen Einsatz, denn Sie tun etwas.
Worte reichen nicht. Es reicht ja nicht, zu sagen: Ich habe nichts gegen Ausländer. Dieser Satz wird mir langsam zum meist gehassten. Wenn wir unsere freiheitlichen Werte ernst nehmen und sie nicht langsam aber sicher im Sand verlaufen lassen wollen, dann muss es mit Stay! heißen: Ich bin dafür! Ich setze mich für alle Menschen ein, die hier leben.
Stay! erhält heute den Düsseldorfer Friedenspreis. Ich hoffe, dass das für alle, die bei Stay! mitmachen eine Ermutigung ist und dass der Friedenspreis hilft, Stay! die verdiente öffentliche Anerkennung zu verschaffen.
Ich gratuliere Stay! zum Düsseldorfer Friedenspreis – und ich gratuliere Düsseldorf zu Stay!"

















Zum Pressespiegel geht es hier


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Bundesweites Treffen der MediNetze in Freiburg

Um sich besser zu vernetzen, von einander zu lernen und um gemeinsame politische Forderungen effektiv formulieren zu können, trafen sich im Juni 2009 14 medizinische Flüchtlingsinitiativen aus ganz Deutschland. Das Treffen in Freiburg diente neben dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Information über laufende Projekte und erfolgsversprechende Arbeitskonzepte auch dem Kennenlernen und der Schaffung einer gemeinsamen Platform für weitergehende Kooperationen wie einem bundesweiten Aktionstag zur medizinischen Versorgung von Menschen ohne Papiere oder der Ausarbeitung einer informativen Internetseite.



Photos und einen Bericht vom Treffen gibt es hier.


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Die Initiative stay! hat in ihrem ersten Jahr 300 Menschen geholfen

Seit einem Jahr gibt es nun schon die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative stay! e.V. mit seiner Sozial- und Rechtsberatung und dem MediNetz. In einem Jahr haben wir über 300 Kontakte mit Migranten und Flüchtlingen gehabt die zu uns kamen um Hilfe zu erhalten. Einer davon ist Erion Durka: z
wei Jahre war Erion Durka (31) illegal in Deutschland. Jetzt ist er mit seiner Frau Sarah und Tochter Sharon Vasilika in Düsseldorf glücklich...



...Lesen Sie hier mehr


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Erstes Stay! - Symposium zum Thema "Flüchtlings- und Migrantenmedizin"

Anlässlich unseres einjährigen Jubiläums haben wir am Samstag den 06. Juni 2009 ein Symposium an der Universität Düsseldorf veranstaltet, das sich mit der medizinischen Situation von Flüchtlingen und Menschen ohne Papiere in Deutschland befasst. Als Redner waren u.a. das Psychosoziale Zentrum Düsseldorf, sowie Ärze der missionsärztlichen Klinik Würzburg und des MediNetz Düsseldorf eingeladen.



Photos und den Reader gibt es hier






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Medinetz bekommt SPD-Preis für Bürgerschaftliches Engagement

Sie schreiben keine Rechnungen, opfern ihre Freizeit und sind einfach froh, wenn sie anderen Menschen helfen können. Seit Mitte des Jahres vermitteln die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Medinetz Düsseldorf anonym und kostenlos medizinische Hilfe für Flüchtlinge und Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung. Jetzt erhielten sie dafür den verdienten Lohn. Als einer von insgesamt vier Preisträgern nahmen sie am Samstag den SPD-Preis für Bürgerschaftliches Engagement 2008 im Tanzhaus NRW entgegen. Das Medinetz Düsseldorf hatte die sechsköpfige Jury um Karin Kortmann überzeugt, da die Organisation zentrale gesellschaftspolitische Fragen ins öffentliche Bewusstsein rückt.

In einer wöchentlichen Sprechstunde stellen die  Mediziner, Ärzte und Studenten vom Medinetz den Kontakt zu Ärzten her, die sich bereit erklärt haben, Flüchtlinge und Migranten anonym und kostenlos oder kostengünstig zu behandeln. Denn aus Angst vor Abschiebung sei ein regulärer Arztbesuch für diese Menschen nicht möglich, so Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und Mitarbeiter beim Medinetz Düsseldorf. Jetzt diesen Preis zu bekommen, sei etwas ganz Besonderes. Und obwohl das nicht der Grund für ehrenamtliches Engagement gewesen ist, sind sich alle Preisträger einig: „Wir freuen uns wirklich sehr, dass man unsere Arbeit so wertschätzt.“

(gekürzt aus RP 8.12.2008)


Photos und Presseecho der Preisverleihung

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Semras Geschichte

Die junge Roma-Frau Semra Idic (19 Jahre) hat am 26. November im Düsseldorfer Kulturzentrum „zakk“ aus ihrem Buch vorgelesen. Ein nur kleines, aber um so mehr interessiertes Publikum hing an den Lippen der jungen Frau, die in ihren wenigen Lebensjahren bereits mehr Dramen erlebt hat, als andere bis ins hohe Alter. „Wenn nicht sogar sehr – Meine Geschichte unserer verhinderten Abschiebung“, so der Titel, macht exemplarisch am Beispiel des eigenen Schicksals auch auf die Lage der über 200.000 anderen Flüchtlinge in Deutschland aufmerksam (NRhZ berichtete mehrfach). „Ihr sollt wissen, dass das, was uns angetan wurde, nicht besonders schlimm war im Vergleich zu anderen Fällen“, trug Semra mit Leidenschaft vor und las darauf das Kapitel „Auch andere müssen leiden“. Semra erzählte unter der Moderation von Ko-Autor Hubert Ostendorf von der Obdachlosenhilfe „fiftyfifty“, der die Kampagne gegen die Abschiebung im Wesentlichen organisiert hatte, auch von der Kraft der Solidarität. Semra wörtlich: „Ohne die Unterstützung vieler Menschen und ohne Asyl in fünf Kirchen hätten wir es nicht geschafft.“ Die etwa 20 ZuhörerInnen, die am Ende alle ein Buch von Semra kauften, waren beeindruckt von der Geradlinigkeit und Ausdauer der jungen, sympathischen Frau, aber auch von ihrem Respekt selbst Gegnern gegenüber. Semra, die gerade erst den „Initiativenpreis“ von „Jugendliche ohne Grenzen“ bei der Wahl des schlimmsten Abschiebeministers in Potsdam von Schauspieler Jochen Senf erhalten hatte, sparte nicht mit Kritik an dem verstorbenen Oberbürgermeister Düsseldorfs, Joachim Erwin, der wahrheitswidrig behauptet hatte, die Familie sei kriminell – der Vater wurde mit diesem Argument vor drei Jahren zu Unrecht in ein Elendsghetto nach Südserbien abgeschoben. „Mein Buch soll helfen, ihn zurückzuholen“, so Semra mit Pathos. Auch Landesvater Dr. Jürgen Rüttgers, den Semra zu ihrer Lesung eingeladen hatte, bekam sein Fett weg. In dem vorgetragenen Kapitel „Der Händedruck der Hoffnung“ zeigt die junge Autorin, wie der Ministerpräsident das Schicksal der Familie für seine persönliche PR missbraucht hatte, ohne sich um das in Aussicht gestellte Bleiberecht zu kümmern. Semra hätte Herrn Rüttgers gerne mit ihrer Enttäuschung konfrontiert. Doch Rüttgers hatte – wieder einmal – abgesagt, für den Tag der Lesung und „auf Sicht“ habe er keine Zeit. In der Fragerunde, die Hubert Ostendorf mit dem berühmten Satz „Kein Mensch ist illegal“ des Shoa-Überlebenden Elie Wiesel (Jahrgang 1928) einleitete, spielte auch das Vorwort von Nobelpreisträger Günter Grass eine Rolle – vorgetragen von Streetworker Oliver Ongaro, der das erste Kirchenasyl für die Familie organisiert hatte und – wie Semra – zu den Gründungsmitgliedern der Flüchtlingshilfe „Stay!“ gehört, der Semra den Reinerlös aus dem Verkauf ihres Buches zukommen lässt. Am Ende gab sie eine Sammelbüchse herum, um für ihren notleidenden Verein etwas Geld zu bekommen. Und natürlich gab es jede Menge Respekt für den gewonnenen Kampf der „Jeanne d’Arc gegen das Unrecht der Abschiebung, einer Tochter von Mutter Courage“, wie Hubert Ostendorf bei der Überreichung eines großen Blumenstraußes unter dem Applaus des Publikums sagte.

Georg Lehner   

Der Verlag des Straßenmagazins „fiftyfifty“, das die Kampagne gegen die Abschiebung von Familie Idic koordiniert hat, hat das Buch von Semra herausgeben (ca. 140 S., einige Fotos, Hardcover Leinen m. Schutzumschlag): 18,90 Euro zzgl. Versand. Ein engagiertes Weihnachtsgeschenk.


Bestellungen unter 0211/9216284
oder per email:
info@fiftyfifty-galerie.de
 

Der Reinerlös aus dem Verkauf kommt der von Semra mitgegründeten Flüchtlingsinitiative "Stay!" zu Gute.


Eine Leseprobe gibt es hier.


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Stay! eröffnet sein Büro

Am Donnerstag, 5. Juni 2008, begann der Verein stay! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative mit seiner Arbeit. Aus diesem Anlass haben wir zur Pressekonferenz um 11.00 Uhr in unseren Räumlichkeiten Hüttenstraße 150 in Düsseldorf eingeladen. Anwesend waren viele Unterstützer des neu gegründeten Projekts wie Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser, Hubert Ostendorf, Herausgeber fiftyfifty, Dr. Siegfried Joel und Sibylle Werkmeister, MediNetz Düsseldorf, Mitarbeiter/innen von McCann Erickson, Werbeagentur, Semra Idic, ehem. Betroffene, Christian Arnold, für die Ev. Kirche - Diakonie u.v.a.

Die Idee stay! zu gründen entstand beim Kampf um das Bleiberecht von Familie Idic.Der Verein wird Menschen, die aufgrund ihrer Migrationsgeschichte Schwierigkeiten haben, ihre Lebenssituation menschenwürdig zu gestalten, professionelle Hilfe zur Seite stellen. Dabei steht die Vernetzung mit anderen Fachstellen und Organisationen der Flüchtlings- und MigrantInnenhilfe im Mittelpunkt der Arbeit. Darüber hinaus ist das Anliegen die Öffentlichkeit über die Hintergründe von rassistischer Diskriminierung, Flucht, Abschiebung, Integrationsprozessen und kultureller Vielfalt zu informieren. „Wir wollen vor allem den Menschen eine Stimme geben, die sonst keine haben“, erklärt Nicole Tauscher, die für die Sozialberatung bei stay! zuständig ist.

Das erste wichtige Projekt von stay! ist MediNetz, ein von Ärzten ins Leben gerufenes medizinisches Versorgungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten ohne Papiere. Es soll Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus einen Zugang zu Gesundheitsleistungen ermöglichen. „Als Mediziner können wir diese humanitäre Katastrophe vor unserer eigenen Haustür nicht länger hinnehmen und haben deshalb beschlossen, ein Nothilfeprojekt zu gründen“, erläutert Dr. Alex Rosen, von MediNetz.


Pressestimmen zur Eröffnung
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Grußwort von Pro Asyl
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