.

Aktuelles Sozialberatung United Medinetz Öffnungszeiten Presse Links Impressum
......
   Willkommen
........
   Welcome
...
   Bienvenue
..
   Bienvenidos
.....
   Bem vindos
.....
   добро пожаловать
..
   Hoşgeldiniz
...
   Dobro do¨li
....
   مرحبا!, أهِ وسهِ
.
   Bine ati venit
.....
   Spenden Sie für STAY! 

   
Kto-Nr. 4 008 408 500
    BLZ 430 609 67
   
GLS-Bank Bochum

    Da STAY! ein gemeinnütziger
    Verein ist, stellen wir Ihnen gerne
    Spendenbescheinigungen aus,
    die
steuerlich absetzbar sind.

.
Besuch uns auf Facebook

 
Wir brauchen Spenden!
Unsere Arbeit finanziert sich ausschließlich über Spenden. Ohne ein regelmäßiges Spendenaufkommen können wir die umfangreiche Rechts- und Sozialberatung für Menschen mit Migrationsproblemen nicht aufrecht erhalten, können dringend benötigte Medikamente oder Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen nicht zahlen und uns nicht politisch für eine dauerhafte Lösung für Menschen ohne Papiere einsetzen. Deshalb bitten wir Sie, bitten wir euch: spendet an STAY! - auch ein kleiner Betrag jeden Monat macht schon einen Unterschied... Alles Spenden sind selbstverständlich steuerlich absetzbar.



STAY! Infomappe





Demonstrationen gegen Abschiebungen am Flughafen Düsseldorf

Ein guter Beitrag des ARD-Morgenmagazins zu einer Demo am Düsseldorfer Flughafen gegen Abschiebungen von Roma in den Kosovo. Außerdem ein Artikel über den Beschluss, zumindest im Winter keine "in Nordrhein-Westfalen lebenden Minderheitsangehörige in den Kosovo abzuschieben.



STAY! besucht Velberter Skandal-Flüchtlingsheim


Gemeinsam mit der Karawane Wuppertal besuchten Mitglieder der Flüchtlingsinitiative STAY! e.V: das Flüchtlingsheim in Velbert und stellten zum Teil gravierende Mängel fest:. Isis Kossatz, Bauingenieurin und Vorstandsmitglied von STAY! dazu: „Diese Häuser sind nicht bewohnbar. Es besteht zudem Unfallgefahr.“ Auch Brigitte Majewski, Kinderärztin war entsetzt von der Situation in der die zum Teil schwerst traumatisierten Flüchtlinge leben müssen.



Für ein Recht auf Gesundheit für alle!

Konferenz „Das Recht auf Gesundheit für alle“

Wann? Samstag, 17. September 2011, 10.00 Uhr

Wo ? ver.di-Landesbezirk, Karlstraße 123-127 Düsseldorf


Der menschenunwürdigen Lebenssituation von Papierlosen MigrantInnen haben sich in Düsseldorf der ver.di-Bezirk,  verd.di-Landesbezirk NRW, die NGG, der Caritasverband, die AIDS Hilfe, das Eine Welt Forum Düsseldorf, STAY! e.V. und das Netzwerk attac angenommen und veranstalteten am 17. September gemeinsam eine Konferenz unter dem Motto „Das Recht auf Gesundheit für alle“. „In Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN wird jedem Menschen das Recht auf Gesundheit und Wohl zugesichert. Die Realität im Jahre 2011 sieht jedoch anders aus: Menschen, die sich in Deutschland ohne gültige Papiere aufhalten, fallen durch alle sozialen Netze und haben kein Zugangsrecht zur Gesundheitsversorgung - mit katastrophalen Folgen für die Betroffenen,“ schreiben die VeranstalterInnen in ihrer Einladung und fordern vom Land NRW, Konzepte für eine bessere Versorgung der papierlosen MigrantInnen, wie z. B. einen anonymen Krankenschein, zu unterstützen und umzusetzen.





Posterausstellung "Was kostet ein Armbruch"

Anlässlich des 3. STAY! Symposiums zur Flüchtlings- und Migrantenmedizin hat das MediNetz Düsseldorf eine interessante Posterausstellung entworfen, die auf anschauliche Art und Weise die unterschiedlichen Gesundheitswesen verschiedener Länder betrachtet und dem Zuschauer die Unterschiede nahe bringen will, die zwischen Gesundheit im Irak und Gesundheit in Deutschland herrschen - oder wie Menschenin Brasilien, Nepal oder den Philippinen über Gesundheit denken und wie viel eigentlich ein Armbruch in Brasilien kostet...




Hier gibt es die Posterausstellung






Drittes STAY! Symposium zur Flüchtlings- und Migrantenmedizin

"Globalisierung - Gerechtigkeit - Gesundheit " am 18. Juni 2011

Wir leben in einer unglaublichen Zeit. Alles geht wahnsinnig schnell. Staaten lösen sich auf, bilden neue Strukturen und schließen sich zu wirtschaftlichen und politischen Gemeinschaften zusammen.  Die  Menschen  verfügen  über  fantastische  Kommunikationsmittel:  sie  können alles  sehen,  alles  erfahren,  und  niemals  waren  derart  viele  Informationen  im Umlauf. All  das  ist  sehr  positiv,  aber  genau  darin  liegt  auch  die  Ironie  unserer Zeit. Wir  kennen  unsere Nachbarn  überhaupt  nicht  und wissen  nicht , wie  es  in anderen  Ländern  aussieht  oder  wir  verdrängen  es  erfolgreich. Wie  leben  die Menschen außerhalb Europas, wie sieht ihr Zuhause aus und wie viele Kilometer müssen sie gehen, um einen Arzt zu sehen? Vielerorts wird Gesundheit als soziales Gut angesehen, dass allen zusteht und allen dient, weil es Menschenrecht und zugleich Humankapital  ist, zum sozialen Kapital  beiträgt  und  die  Volkswirtschaft  stärkt.  Müsste  demnach  nicht  allen Bürgern ein Anrecht auf die angemessene Gesundheitsversorgung zustehen? In Deutschland wird oft das „2-Klassen“ Gesundheitssystem als ungerecht kritisiert und  die  Unterschiede  in  der  Versorgung    zwischen  privat  und  gesetzlich Versicherten  bemängelt,  dabei  leben  in  Deutschland  hunderttausende  von Menschen, denen in dieser Frage offensichtlich gar kein Gerechtigkeitsanspruch zusteht. Es scheint, dass die Bedarfgerechtigkeit  im Gesundheitswesen nur den eigenen Staatsbürgern  und Beitragszahlern  zusteht,  nicht  aber  Fremden,  ganz gleichgültig wie schlecht es denen in extremer Armut geht. Gerechtigkeit für uns, nicht aber  für alle Menschen!  Ist das unser Slogan?  Ist das das Motto unserer Zeit?  Müssen  wir  gar  danach  leben,  um  nicht  die  Annehmlichkeiten  unseres Alltags zu verlieren? Oder sind die Zeiten vorbei, in denen man es sich erlauben konnte,  nur  an  sich  zu  denken,  an  den  eigenen  Staat  oder  an  die  eigene Volksgemeinschaft? Wie sonst können wir den Herausforderungen unserer Zeit, sei  es  Klimawandel,  Armut  oder  mangelnde  medizinische  Versorgung begegnen als nicht gemeinsam?   

Inna Serdiuk, Organisatorin



Hier gibt es mehr Infos

Hier gibt es die Posterausstellung

Hier gibt es den Reader






STAY! startet Plakatkampagne:

Keine Schwangerschaft ist illegal

Mit der Hilfe der Werbeagentur McCann haben wir in den vergangenen Monaten eine Plakatkampagne ins Leben gerufen, die in der Öffentlichkeit auf die Probleme schwangerer Migrantinnen ohne Papiere aufmerksam machen soll. Gerade in dieser sehr vulnerablen und aufwühlenden Phase ist es unserer Meinung nach den MigrantInnen nicht zuzumuten, dass sie weiterhin von medizinischer Hilfe, Sozialleistungen und Unterstützung abgeschnitten sind. Wir setzen uns daher mit Nachdruck für die Schwangeren ein, vermitteln sie an FrauenärztInnen, die bereit sind, sie auch ohne Krankenversicherung zu behandeln, organsieren die Betreuung durch Hebammen, suchen Geburtskliniken, wo sie anonym ihr Kind zur Welt bringen können und    kümmern uns darum, dass die Frauen und ihre Kinder während und nach der Schwangerschaft die notwendige Unterstützung erhalten. Mit der Kampagne "Keine Schwangerschaft ist illegal" wollen wir in Zukunft diese konzertierte Betreuung verbessern, noch mehr GynäkologInnen, Hebammen, Geburtskliniken und KinderärztInnen für unser Netzwerk gewinnen, die Betroffenen besser über die Hilfsangebote informieren und die Problematik in den politischen Diskurs einbringen, damit langfristige und nachhaltige Lösungen gefunden werden können. Mehr Information zu der Kampagne in Kürze hier...



Hier ein Artikel zum Thema aus der WZ

Hier ein Artikel aus der RP

Hier der Bericht von center tv





Wir benötigen dringend Spenden.
Bitte helfen Sie mit, dass STAY! weiterhin Schwangeren ohne Papiere helfen kann!





"Miserable Zustände" bei Flüchtlingsbetreuung

Am Samstag waren Mitglieder der Flüchtlingsorganisation "Stay" in Tiefenbroich. Sie kritisieren die Unterbringung sowie mangelnde Betreuung der Flüchtlinge. In den Containern leben 36 Menschen. Es ist ein bedrückendes Bild. Die beiden grün-grauen Blechcontainer am Rand von Tiefenbroich, die 36 Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern wie Pakistan, Iran und Afghanistan beherbergen, machen schon von außen nicht den besten Eindruck. "Innen drin ist es noch viel schlimmer", sagt Oliver Ongaro von der Flüchtlingsorganisation "Stay" in Düsseldorf. Gerade die Container in Tiefenbroich sind "Stay" ein Dorn im Auge, "menschenunwürdig" nennt die Organisation die Unterbringung der Menschen in den "barackenähnlichen" Containern.

Bild: RP, Achim Blazy
                                                                          
                                      


Café United bietet jungen Flüchtlingen einen Treffpunkt

Seit Dezember 2010 bietet das neu gegründete Projekt STAY! United Minderjährigen Flüchtlingen in Düsseldorf und Umgebung die Möglichkeit, sich zu treffen, Gleichaltrige kennen zu lernen und gemeinsam am kulturellen Leben der Stadt teilzunehmen. Ob Ausflüge ins Fortunastadium, zu den Basketballspielen der Metrostars oder gemeinsame Deutschkurse - das Café United , welches alle zwei Wochen in den Räumlichkeiten von fifty-fifty in der Ellerstraße statt findet, soll Dreh- und Angelpunkt des einzigartigen Angebots von STAY! United sein.


                                                                          
                                      




Abschiebung von Michael John vorerst abgewendet

In Neuss soll ein junger Nigerianer abschoben werden, obwohl er die von der Bundesregierung viel gepriesenen „Integrationsleistungen“ erfüllt. In der Alltagspraxis der Ausländerbehörden werden die Bemühungen der Flüchtlinge selten berücksichtigt.

Mein Name ist Michael John, und ich wende mich an Sie, weil ich von Abschiebung bedroht bin. Ich möchte Ihnen berichten, wie mein Leben in Deutschland verlaufen ist. Ich komme aus Nigeria und bin im Jahr 2005, als ich 15 Jahre alt war, als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Meine Eltern waren in Nigeria bei einem Überfall gestorben, und ich habe den Kontakt zu meinen anderen Verwandten verloren.“, so beginnt der 20jährige in einer Rundmail von fiftyfifty über seine drohende Abschiebung zu berichten.




                                                                          
                                      




STAY! united mit jungen Flüchtlingen bei den Gloria Giants Düsseldorf

"Gigantisch groß war die Freude bei der Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative Stay! sowie elf jungen Flüchtlingen, die auf Einladung der Gloria GIANTS das Spiel gegen EnBW Ludwigsburg am 19. Dezember im Burg-Wächter Castello besuchten. Für die Jugendlichen, die aus Afghanistan, Irak und Somalia stammen und von STAY!-Mitarbeiter Michael Lukas begleitet wurden, war es das erste Mal, dass sie ein Basketballspiel live erleben konnten - dementsprechend groß war ihre Begeisterung." (von www.gloria-giants-duesseldorf.de)




                                                                          
                                      


STAY! startet Projekt "united" für Kinder und Jugendliche


Am 14.12. startet STAY! mit der Eröffnung des Treffs „Café united“ offiziell das bereits im August dieses Jahres ins Leben gerufene Projekt „united“. Ziel des Projektes ist es, Kinder und Jugendliche mit unsicherem Aufenthaltsstatus zu unterstützen und ihnen eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Das Angebot richtet sich sowohl an minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, als auch an Kinder von Familien, die bereits seit langer Zeit in Düsseldorf leben.

In Kooperation mit den Schmitz-Stiftungen und der franziskanischen Initiative vision:teilen sowie durch die Unterstützung von Ehrenamtlern wird den betroffenen Kindern und Jugendlichen Hilfestellung in folgenden Bereichen angeboten:
  • kostenlose Sprachkurse
  • Ermöglichung von Kindergarten- oder Schulbesuch
  • Vermittlung von Lehrstellen
  • Freizeitangebote wie z.B. gemeinsame Besuche von Sportveranstaltungen
  • Kontaktaufnahme zu Theatergruppen, Sportvereinen, Musikgruppen, Chören
  • Begleitung zu Behörden, Sozial- und Rechtsberatung
  • Café „united“ (regelmäßiger Treff zum gemeinsamen Austausch)

Das Café united befindet sich im Ladenlokal von fiftyfifty, Ellerstraße 122, Ecke Höhenstraße in Düsseldorf/Oberbilk. An jedem 2. und 4. Dienstag im Monat soll es von 19 – 21 Uhr gemeinsamer Treffpunkt, Ort des Austauschs und Anlaufstelle zur Nutzung der diversen Angebote sein. Bei Fragen, Anregungen oder Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit freuen wir uns über Kontakt unter : united@stay-duesseldorf.de oder 0152-53627249





                                                                          
                                      


STAY! Kampagne: 50 von 100 für 500

Um unsere Arbeit im kommenden Jahr zu sichern, benötigt STAY! eine finanzielle Grundlage. Deshalb bitten wir Sie: Machen Sie mit bei unserer STAY! Kampagne 50 von 100 für 500. Seien Sie einer oder eine von 100 aus Düsseldorf und Umgebung, die 12 mal 50 Euro spenden, damit wir von STAY! 500 Menschen in Not helfen können. Sie können per Dauerauftrag für ein Jahr, im Lastschriftverfahren oder als Einmalzahlung spenden – ganz wie Sie wollen

50 Euro können Flüchtlingen in Düsseldorf in auswegloser und manchmal sogar lebensbedrohlicher Situation zu einem sicheren Leben verhelfen.

100 Spender und Spenderinnen braucht STAY!, die bereit sind, ein Jahr lang monatlich 50 Euro zu spenden, damit STAY! auch weiterhin für Flüchtlinge in Düsseldorf arbeiten kann.

500 Flüchtlingen kann im Laufe eines Jahres geholfen werden – mit Ihrer Spende! Bisher konnte STAY! über 350 Flüchtlinge jährlich sozialarbeiterisch, juristisch und medizinisch unterstützen und versorgen. Doch immer mehr Menschen kommen zuSTAY!, die dringend Hilfe benötigen.

Wünschen Sie mehr Informationen? Das Team von STAY! ist gerne für Sie da:

Telefon: 0211/72 13 95 11 oder 0176/83 09 55 95

E-mail: info@STAY-duesseldorf.de

Spendenkonto: 4008 408 500 | GLS-Bank Bochum | BLZ 430 609 67

                                                                                                 



                                                                          
                                      



                                                                          
                                      

Support STAY!

Mit dem Kauf eines T-Shirts könnt Ihr unsere Arbeit unterstützen. Das Bild gibt es im Original als Schild an der US-mexikanischen Grenze. Dort warnt es Autofahrer vor illegal eingereisten MigrantInnen, die auf der Flucht vor das Auto rennen könnten.

Auf dem T-Shirt ist es deshalb bewusst mit den Satz refugees welcome (Willkommen Flüchtlinge) umrahmt.
Außerdem ist refugees welcome ein von Fortuna Fans ins Leben gerufenes Projekt, bei dem in Zusammenarbeit mit STAY! unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen als Gruppe ermöglicht wird, Spiele von Fortuna Düsseldorf besuchen zu können.

Die T-Shirts könnt Ihr unter info@STAY-duesseldorf.de in den Größen XXL, XL, L. M, S, XS und im Ladylook (tailliert) in den Größen S, M, L in den Schriftzugsfarben ocker und weiß (auf schwarzem T-Shirt) bei uns bestellen.
Ein T-Shirt kosten: Solipreis 15 ¤ (Normalpreis 12 ¤) + 1,45 ¤ Versandkosten.
Außerdem ist es während der Öffnungszeiten bei STAY! erhältlich.                   


                                                                                                 





2. STAY! Symposium: Flüchtlings- und Migrantenmedizin

"Die weibliche Seite der Migration"

Am 12. Juni 2010 fand das 2. Symposium des MediNetz Düsseldorf an der Heinrich-Heine Uni statt. Mit über 60 TeilnehmerInnen aus ganz NRW war die Veranstaltung wie schon im Vorjahr gut besucht. Um die Zusammenfassungen der Beiträge zu lesen und Photos der Veranstaltung zu sehen, einfach hier auf den Link klicken...





                                                                          
                                      



Schwangere  Illegale:  Aus  Angst nicht zum Arzt

 
Flüchtlingsinitiative: Bei STAY! melden sich immer mehr schwangere Frauen, die aus Angst vor der Abschiebung allein entbinden wollen.

Als Mariama W. aus Gambia durch die Glastür in der Hüttenstraße 150 kam, war sie im achten Monat schwanger und lebensbedrohlich krank: In ihrem Bauch wuchs ein Tumor. Trotzdem traute sich die junge Frau nicht, zum Arzt zu gehen. Mariama W. war illegal in Deutschland, eine papierlose Einwanderin. Deshalb wandte sie sich an die Flüchtlingsinitiative STAY! in der Hüttenstraße. Inzwischen wurde Mariama operiert, ihr Leben ist gerettet. Ihr kleiner Sohn Basiru ist jetzt sechs Monate alt. Und: Mariama W. hat endlich eine Aufenthaltsgenehmigung. Sie ist zufrieden – obwohl sie und ihr Sohn sich noch immer eine 50-Quadratmeter-Wohnung mit vier anderen Menschen teilen.

Bis sechs Wochen vor der Geburt werden Frauen noch abgeschoben

Es sind unglaubliche Geschichten, die Sozialarbeiterin Nicole Tauscher von STAY! in den zwei Jahren seit der Gründung gehört hat. Erst vor zwei Wochen kam eine Hochschwangere aus Ghana, die in Düsseldorf zur Prostitution gezwungen und von einem Freier geschwängert wurde. Es sind Geschichten, die mitten in Düsseldorf spielen – die aber kaum jemand bemerkt, weil die Protagonisten sich aus Angst verstecken, in ihre Heimatländer abgeschoben zu werden. „Und abgeschoben wird bis sechs Wochen vor dem Entbindungstermin“, sagt Nicole Tauscher. Mariama W. und Basiru hätte das wohl ihr Leben gekostet.

Die Schätzungen, wie viele illegale Migranten in Deutschland leben, reichen von 500.000 bis 1,5 Millionen. Die STAY!-Mitarbeiter haben davon abgeleitet, dass im Ballungsraum 50 Kilometer rund um Düsseldorf mindestens 100.000 Illegale leben.

350 Menschen berät STAY! pro Jahr – Tendenz steigend. Und besonders stark nehme derzeit die Zahl schwangerer Frauen zu, die sich verzweifelt an die Initiative wenden. Hilfe bekommen die Frauen nicht nur beim Gang zu den Ausländerbehörden, sondern auch direkt medizinisch. Uni-Kinderarzt Alex Rosen leitet das Düsseldorfer Medinetz, das mit STAY! zusammenarbeitet. 20 Mediziner engagieren sich ehrenamtlich in der Beratung. Zudem gebe es Frauenärzte und Krankenhäuser, die Papierlose anonym und zur Not kostenlos behandelten.

„Ich hätte nicht gewusst, was ich ohne dieses Angebot getan hätte“, sagt Drita S. (34). Die Liebe brachte sie vom Kosovo nach Düsseldorf, sie wurde schwanger. Zurück konnte sie nicht: Da der Vater ihres Kindes einer anderen Volksgruppe angehört, wurde Drita S. von ihrer Familie bedroht. Wie viele andere Frauen hätte sie den kleinen Admir ohne die Hilfe von Medinetz wohl allein zu Hause bekommen.

„Das darf nicht sein“, sagt STAY!-Mitbegründer Oliver Ongaro. Jede Frau, egal ob legal oder illegal in Deutschland, müsse das Recht auf eine ordentliche Geburt haben. Aber ob STAY! weiterarbeiten könne, stehe auf der Kippe: Die Spenden reichen immer nur ganz knapp. „Die medizinische Flüchtlingshilfe in Bochum bekommt Gelder von der Stadt“, sagt Ongaro. In Düsseldorf sei das allerdings nicht in Sicht.

von Juliane Kinast (WZ 10.6.2010)


Drita S. brachte Sohn Admin nicht allein zur Welt -
dank Nicole Tauscher (l.) und Dr. Alex Rosen (r.)

                                                                          
                                      



Protest gegen Abschiebungen

Verschiedene Organisationen und Politiker haben gestern Vormittag am Flughafen dagegen protestiert, dass ehemalige Bürgerkriegsflüchtlinge in den Kosovo abgeschoben werden. Der  Anlass: Gestern ging ein Flug von Düsseldorf ab, mit dem Flüchtlinge nach Pristina gebracht wurden. Seit September 2009 schiebt Deutschland in das ehemalige Bürgerkriegsland ab - in ein Land, das darauf anscheinend schlecht vorbereitet ist. Nach Aussage des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) sind die Minderheiten im Kosovo nicht sicher: Vor allem Roma und die Kosovo-Ägypter würden diskriminiert und bedroht. "Dennoch schiebt das Innenministerium dorthin ab", so Monika Düker, Landtagsabgeordnete der Grünen. "Die stehen im Kosovo buchstäblich vor dem Nichts: Keine Wohnung, keine Arbeit, keine Schule. Die  Sammelabschiebungen sind unmenschlich." Die Forderung nach einem Abschiebestopp wird von der Düsseldorfer Diakonie und der Flüchtlingshilfe "STAY!" sowie dem Initiativkreis Armut und den Müttern für den Frieden unterstützt. Christian Arnold von der Diakonie: "Etwa 11000 Flüchtlinge sind in ganz Deutschland betroffen. Sie leben schon lange hier, die Kinder sind hier geboren."

Die Rückkehrprojekte, die Deutschland mit dem Kosovo vereinbart habe, gälten nur für diejenigen, die freiwillig ausreisten - und sie bildeten auch nur einen Übergang für ein halbes Jahr. Thomas Wagner von "STAY!": "Das ist keine Lösung, hier werden Kinder und Kranke abgeschoben, die im Kosovo nicht versorgt werden." Eine Lösung gibt es auch für die Düsseldorfer Familie Idic nicht: Der Vater muss Ende März wieder ausreisen; sein Visum läuft aus. Mutter und Kinder profitieren von der neuen  Bleiberechtsregelung bis Ende 2011.
An den friedlichen Protesten gegen die Abschiebungen beteiligten sich auch die Antifa-Kok und die linke Ratsfraktion. Die Polizei sprach von 30 Demonstranten.

(Rheinische Post vom 18.3.2010)

Vlasta Idic darf nicht in Deutschland bei seiner Familie bleiben!


Trotz wirtschaftlicher Voraussetzungen verbieten deutsche Behörden den dauerhaften Aufenthalt!

Vor vier Jahren sollte die Roma-Familie Idic nach Serbien abgeschoben werden. Sie lebte seit über 15 Jahren in Deutschland, die meiste Zeit davon in Düsseldorf-Bilk. Der Vater, Vlasta Idic, wurde bereits im November 2005 nach Serbien abgeschoben. Die Mutter mit vier Kindern bekam nach über eineinhalb Jahren Kirchenasyl in verschiedenen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und durch das Einsetzen der Altfallregelung ein Bleiberecht. Der Fall erregte damals bundesweit Aufsehen, weil er als Präzedenzfall für den Umgang mit ehemaligen Bürgerkriegsflüchtlingen galt.


Nach fünf Jahren konnte nun Vlasta Idic (44) aufgrund der neuen Eu-Visa-Vorschriften  zum ersten Mal seine Familie in Düsseldorf besuchen, allerdings nur für 90 Tage. Dann muss er wieder ausreisen. Ein dauerhafter Aufenthalt wird ihm von der deutschen Botschaft und der Ausländerbehörde Düsseldorf untersagt.
Obwohl das Einkommen der Familie inzwischen hoch genug ist, um die wirtschaftlichen Kriterien für den Familiennachzug des Vaters und Ehemanns zu erfüllen.

„Da werden Familien auseinander gerissen, die 15 Jahre in Deutschland gelebt haben. Und dann verbietet man ihnen für immer, wieder als Familie hier zusammen zu leben“, so Oliver Ongaro von STAY! - Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative, "das ist nicht nur schlimm, dass ist beschämend für unsere Gesellschaft.“

Wir appellieren an die Deutsche Botschaft und die Ausländerbehörde Düsseldorf, Vlasta Idic einen unbefristeten Aufenthalt zu gewähren. Das Zuhause von Vlasta Idic ist in Düsseldorf bei seiner Familie!

-------------------------------------------------------


Familienvater darf nicht bleiben

(wber) Seit fünf Jahren lebt die fünfköpfige Roma-Familie Idic aus Serbien getrennt von ihrem Vater Vlasta Idic (44) in Düsseldorf. Und dies, obwohl das Einkommen der Familie mit rund 3000 Euro hoch genug ist, um die wirtschaftlichen Kriterien für den Familiennachzug des Vaters und Ehemanns zu erfüllen und sie nicht auf Unterstützung angewiesen ist. Tochter Semra Idic: "Es ist sehr schwer für uns alle, ohne unseren Vater zu leben. Wir wissen nicht, wie wir das weiter schaffen können". Die 21-jährige pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, die ein Aufsehen erregendes Buch über das Schicksal ihrer Familie geschrieben hat, macht klar: "Düsseldorf ist unsere Heimat. Wir sind hier gut integriert, sprechen alle Deutsch und fallen der Bundesrepublik Deutschland finanziell nicht zur Last."

Jetzt traf sie sich mit ihrem Vater nach längerer Zeit wieder bei der Flüchtlingsinitiative "STAY" an der Hüttenstraße. Vlasta Idic ist für einige Wochen in Düsseldorf. Als Tourist darf er drei Monate bei seiner Familie bleiben. Aber die deutschen Behörden verbieten ihm den dauerhaften Aufenthalt. Idic: "Ich verstehe es nicht. Ich habe sogar die Zusage für eine feste Anstellung in Düsseldorf beim Sicherheitsunternehmen Köther-Security." Vor vier Jahren sollte die ganze Familie nach Serbien abgeschoben werden. Sie lebte seit über 15 Jahren in Deutschland. Vater Vlasta Idic wurde dann im November 2005 nach Serbien abgeschoben. Die Mutter mit vier Kindern bekam nach über eineinhalb Jahren Kirchenasyl ein Bleiberecht. Der Fall erregte damals bundesweit Aufsehen, weil er als Präzedenzfall für den Umgang mit ehemaligen Bürgerkriegsflüchtlingen galt.

Nach fünf Jahren konnte nun Vlasta Idic (44) aufgrund neuer EU-Visa-Vorschriften zum ersten Mal seine Familie besuchen, allerdings nur für 90 Tage. Ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht will ihm die Deutsche Botschaft in Belgrad nicht erteilen. Oliver Ongaro von "STAY": "Der Fall wird von den zuständigen Behörden hin und her geschoben." So bleibt Vlasta Idic derzeit nur, alle drei Monate als Tourist nach Deutschland einzureisen. Damit sind jeweils erhebliche Kosten verbunden. Oder aber das Bundesverfassungsgericht, das sein Anwalt jetzt anrufen will, entscheidet doch noch für eine Daueraufenthaltsgenehmigung des Familienvaters. Ongaro: "Der Fall Idic ist beschämend für unsere Gesellschaft."

(Rheinische Post vom 11.3.2010)




Änderung der Öffnungszeiten ab 1.1.2010       
 
 Freitag 13 - 15 Uhr (bisher 10 - 12 Uhr)

Informations- und Diskussionsveranstaltung

„ …und ich muss wieder weg!“

Ehemalige Bürgerkriegsflüchtlinge werden nach Jahrzehnte langem Aufenthalt in Deutschland wieder abgeschoben.
Die „Altfallregelung“ für langzeitgeduldete Flüchtlinge läuft Anfang Januar aus und es drohen Massenabschiebungen in den Kosovo. Über Deutschland als Einwanderungsland, verhinderte Integration und die Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Protestes gegen Abschiebungen diskutieren:

Monika Düker, MdL die Grünen
Jens Dieckmann, Rechtsanwalt für Asyl- und Ausländerrecht
Vlasta Idic, ehem. Bürgerkriegesflüchtling, nach über 17 Jahren aus Deutschland abgeschoben.
Thorsten Nolting, Diakoniepfarrer aus Düsseldorf
Frank Laubenburg, Vorsitzender der Fraktion die LINKE im Stadtrat

Sonntag, 10.1. 17 Uhr zakk

 
STAY! und balkan beatz presents Gypsy Balkan Live Konzert

Solikonzert zur Unterstützung von Abschiebung bedrohter Menschen.

Vlasta Idic - virtuos an Trompete und Posaune -  (Düsseldorf)
Absinto Orkestra - feurig-expressiv und euphorisierend - (Mainz)
eleganCi - Gypsis on speed - (Köln)

Sonntag, 10.1. 20 Uhr zakk (Club)

absinto 
Absinto Orkestra    

  eleganCi   

  
Vlasta Idic   

In Düsseldorfer Kinos: Spot gegen Abschiebung

Mit dem Kinderreim „Ene mene miste“ verdeutlicht die Flüchtlingshilfe „STAY“ die Abschiebepraxis in Deutschland. In einem Werbespot der Organisation wird der neunjährige Faisal ausgezählt: Er muss das Land verlassen.

Der Werbespot soll den Zuschauern des Ufa-Palastes am Hauptbahnhof und der Programmkinos die Situation von Flüchtlingen und vor allem deren Kindern vor Augen führen. Er wurde von der Agentur Mc Cann Erickson gedreht und wird von den Franziskanern und Kabarettist Volker Pispers unterstützt.
(RP 7.11.2009)




Kinospot anschauen





Papierlos - Ausgebeutet - nicht existent

Wir treffen sie an der Bahnhaltestelle oder an der Kasse im Supermarkt, doch wahrnehmen tun wir sie nicht. Über eine 1 Million gibt es laut Schätzungen in Deutschland. Die Rede ist von papierlos hier lebenden und meist unter ausbeuterischen Bedingungen arbeitenden Menschen.

Ihre Situation und Möglichkeiten der konkreten Hilfe stehen im Mittelpunkt dieses politischen Frühstücks mit folgenden Themen/Fragen:

       - Soziale, wirtschaftliche, globale Hintergründe, die Menschen in eine solche Situation treiben
 - 
Situation der papierlos und „illegal“ hier Lebenden
 
- Bisherige Erfahrungen in der konkreten Unterstützung der „Papierlosen“
 
- Aktuelle konkrete Angebote/Anlaufstellen in Düsseldorf 
 
- Was muss als Netzwerk noch weiterentwickelt – kann konkret abgesprochen werden?

Als Referent wird uns Bernhard Schmid (Journalist und Arbeitsrechtler) zu den Erfahrungen aus Frankreich berichten. Dazu gibt es Berichte zu ersten Ansätzen der konkreten Hilfe/ Unterstützung in Deutschland.

Sonntag  06.12.09
11:00 Uhr
zakk-Kneipe
Fichtenstr. 40

Veranstalter: Attac, STAY, ver.di, NGG, VDJ Düsseldorf





                              



STAY! erhält den Düsseldorfer Friedenspreis

Am 01. September 2009 wurde die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative STAY! e.V. mit dem Friedenspreis der Düsseldorfer Friedensbewegungen ausgezeichnet. Da die Initiative, nach Angaben der Preisverleiher, zum sozialen Frieden und Gerechtigkeit in der Stadt beitrage und hinschaue, wo andere weggucken, handele wo andere zögern, habe sie diese Preis redlich verdient. Bei der Verleihung im Düsseldorfer Maxhaus sprach Dominikanerpater Wolfang Sieffert die Laudation und lobte das Engagement der zahlreichen MitarbeiterInnen der Initiative. Lesen Sie Auszüge aus seiner Rede:






Laudatio, Presse, Photos





Bundesweites Treffen der MediNetze in Freiburg

Um sich besser zu vernetzen, von einander zu lernen und um gemeinsame politische Forderungen effektiv formulieren zu können, trafen sich im Juni 2009 14 medizinische Flüchtlingsinitiativen aus ganz Deutschland. Das Treffen in Freiburg diente neben dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitigen Information über laufende Projekte und erfolgsversprechende Arbeitskonzepte auch dem Kennenlernen und der Schaffung einer gemeinsamen Platform für weitergehende Kooperationen wie einem bundesweiten Aktionstag zur medizinischen Versorgung von Menschen ohne Papiere oder der Ausarbeitung einer informativen Internetseite.




Photos und einen Bericht





Die Initiative STAY! hat in ihrem ersten Jahr 300 Menschen geholfen

Seit einem Jahr gibt es nun schon die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative STAY! e.V. mit seiner Sozial- und Rechtsberatung und dem MediNetz. In einem Jahr haben wir über 300 Kontakte mit Migranten und Flüchtlingen gehabt die zu uns kamen um Hilfe zu erhalten. Einer davon ist Erion Durka: zwei Jahre war Erion Durka (31) illegal in Deutschland. Jetzt ist er mit seiner Frau Sarah und Tochter Sharon Vasilika in Düsseldorf glücklich...




...Lesen Sie hier mehr





Erstes STAY! - Symposium zum Thema "Flüchtlings- und Migrantenmedizin"

Anlässlich unseres einjährigen Jubiläums haben wir am Samstag den 06. Juni 2009 ein Symposium an der Universität Düsseldorf veranstaltet, das sich mit der medizinischen Situation von Flüchtlingen und Menschen ohne Papiere in Deutschland befasst. Als Redner waren u.a. das Psychosoziale Zentrum Düsseldorf, sowie Ärze der missionsärztlichen Klinik Würzburg und des MediNetz Düsseldorf eingeladen.



Photos und Reader






Medinetz bekommt SPD-Preis für Bürgerschaftliches Engagement

Sie schreiben keine Rechnungen, opfern ihre Freizeit und sind einfach froh, wenn sie anderen Menschen helfen können. Seit Mitte des Jahres vermitteln die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Medinetz Düsseldorf anonym und kostenlos medizinische Hilfe für Flüchtlinge und Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung. Jetzt erhielten sie dafür den verdienten Lohn. Als einer von insgesamt vier Preisträgern nahmen sie am Samstag den SPD-Preis für Bürgerschaftliches Engagement 2008 im Tanzhaus NRW entgegen. Das Medinetz Düsseldorf hatte die sechsköpfige Jury um Karin Kortmann überzeugt, da die Organisation zentrale gesellschaftspolitische Fragen ins öffentliche Bewusstsein rückt.

In einer wöchentlichen Sprechstunde stellen die  Mediziner, Ärzte und Studenten vom Medinetz den Kontakt zu Ärzten her, die sich bereit erklärt haben, Flüchtlinge und Migranten anonym und kostenlos oder kostengünstig zu behandeln. Denn aus Angst vor Abschiebung sei ein regulärer Arztbesuch für diese Menschen nicht möglich, so Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und Mitarbeiter beim Medinetz Düsseldorf. Jetzt diesen Preis zu bekommen, sei etwas ganz Besonderes. Und obwohl das nicht der Grund für ehrenamtliches Engagement gewesen ist, sind sich alle Preisträger einig: „Wir freuen uns wirklich sehr, dass man unsere Arbeit so wertschätzt.“


(gekürzt aus RP 8.12.2008)




Photos und Presseecho





Semras Geschichte

Die junge Roma-Frau Semra Idic (19 Jahre) hat am 26. November im Düsseldorfer Kulturzentrum „zakk“ aus ihrem Buch vorgelesen. Ein nur kleines, aber um so mehr interessiertes Publikum hing an den Lippen der jungen Frau, die in ihren wenigen Lebensjahren bereits mehr Dramen erlebt hat, als andere bis ins hohe Alter. „Wenn nicht sogar sehr – Meine Geschichte unserer verhinderten Abschiebung“, so der Titel, macht exemplarisch am Beispiel des eigenen Schicksals auch auf die Lage der über 200.000 anderen Flüchtlinge in Deutschland aufmerksam (NRhZ berichtete mehrfach). „Ihr sollt wissen, dass das, was uns angetan wurde, nicht besonders schlimm war im Vergleich zu anderen Fällen“, trug Semra mit Leidenschaft vor und las darauf das Kapitel „Auch andere müssen leiden“. Semra erzählte unter der Moderation von Ko-Autor Hubert Ostendorf von der Obdachlosenhilfe „fiftyfifty“, der die Kampagne gegen die Abschiebung im Wesentlichen organisiert hatte, auch von der Kraft der Solidarität. Semra wörtlich: „Ohne die Unterstützung vieler Menschen und ohne Asyl in fünf Kirchen hätten wir es nicht geschafft.“ Die etwa 20 ZuhörerInnen, die am Ende alle ein Buch von Semra kauften, waren beeindruckt von der Geradlinigkeit und Ausdauer der jungen, sympathischen Frau, aber auch von ihrem Respekt selbst Gegnern gegenüber. Semra, die gerade erst den „Initiativenpreis“ von „Jugendliche ohne Grenzen“ bei der Wahl des schlimmsten Abschiebeministers in Potsdam von Schauspieler Jochen Senf erhalten hatte, sparte nicht mit Kritik an dem verstorbenen Oberbürgermeister Düsseldorfs, Joachim Erwin, der wahrheitswidrig behauptet hatte, die Familie sei kriminell – der Vater wurde mit diesem Argument vor drei Jahren zu Unrecht in ein Elendsghetto nach Südserbien abgeschoben. „Mein Buch soll helfen, ihn zurückzuholen“, so Semra mit Pathos. Auch Landesvater Dr. Jürgen Rüttgers, den Semra zu ihrer Lesung eingeladen hatte, bekam sein Fett weg. In dem vorgetragenen Kapitel „Der Händedruck der Hoffnung“ zeigt die junge Autorin, wie der Ministerpräsident das Schicksal der Familie für seine persönliche PR missbraucht hatte, ohne sich um das in Aussicht gestellte Bleiberecht zu kümmern. Semra hätte Herrn Rüttgers gerne mit ihrer Enttäuschung konfrontiert. Doch Rüttgers hatte – wieder einmal – abgesagt, für den Tag der Lesung und „auf Sicht“ habe er keine Zeit. In der Fragerunde, die Hubert Ostendorf mit dem berühmten Satz „Kein Mensch ist illegal“ des Shoa-Überlebenden Elie Wiesel (Jahrgang 1928) einleitete, spielte auch das Vorwort von Nobelpreisträger Günter Grass eine Rolle – vorgetragen von Streetworker Oliver Ongaro, der das erste Kirchenasyl für die Familie organisiert hatte und – wie Semra – zu den Gründungsmitgliedern der Flüchtlingshilfe „STAY!“ gehört, der Semra den Reinerlös aus dem Verkauf ihres Buches zukommen lässt. Am Ende gab sie eine Sammelbüchse herum, um für ihren notleidenden Verein etwas Geld zu bekommen. Und natürlich gab es jede Menge Respekt für den gewonnenen Kampf der „Jeanne d’Arc gegen das Unrecht der Abschiebung, einer Tochter von Mutter Courage“, wie Hubert Ostendorf bei der Überreichung eines großen Blumenstraußes unter dem Applaus des Publikums sagte.

Georg Lehner  


Der Verlag des Straßenmagazins „fiftyfifty“, das die Kampagne gegen die Abschiebung von Familie Idic koordiniert hat, hat das Buch von Semra herausgeben (ca. 140 S., einige Fotos, Hardcover Leinen m. Schutzumschlag): 18,90 Euro zzgl. Versand. Ein engagiertes Weihnachtsgeschenk.



Bestellungen unter 0211/9216284


Der Reinerlös aus dem Verkauf kommt der von Semra mitgegründeten Flüchtlingsinitiative "STAY!" zu Gute.








STAY! eröffnet sein Büro

Am Donnerstag, 5. Juni 2008, begann der Verein STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative mit seiner Arbeit. Aus diesem Anlass haben wir zur Pressekonferenz um 11.00 Uhr in unseren Räumlichkeiten Hüttenstraße 150 in Düsseldorf eingeladen. Anwesend waren viele Unterstützer des neu gegründeten Projekts wie Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser, Hubert Ostendorf, Herausgeber fiftyfifty, Dr. Siegfried Joel und Sibylle Werkmeister, MediNetz Düsseldorf, Mitarbeiter/innen von McCann Erickson, Werbeagentur, Semra Idic, ehem. Betroffene, Christian Arnold, für die Ev. Kirche - Diakonie u.v.a.

Die Idee STAY! zu gründen entstand beim Kampf um das Bleiberecht von Familie Idic.Der Verein wird Menschen, die aufgrund ihrer Migrationsgeschichte Schwierigkeiten haben, ihre Lebenssituation menschenwürdig zu gestalten, professionelle Hilfe zur Seite stellen. Dabei steht die Vernetzung mit anderen Fachstellen und Organisationen der Flüchtlings- und MigrantInnenhilfe im Mittelpunkt der Arbeit. Darüber hinaus ist das Anliegen die Öffentlichkeit über die Hintergründe von rassistischer Diskriminierung, Flucht, Abschiebung, Integrationsprozessen und kultureller Vielfalt zu informieren. „Wir wollen vor allem den Menschen eine Stimme geben, die sonst keine haben“, erklärt Nicole Tauscher, die für die Sozialberatung bei STAY! zuständig ist.

Das erste wichtige Projekt von STAY! ist MediNetz, ein von Ärzten ins Leben gerufenes medizinisches Versorgungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten ohne Papiere. Es soll Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus einen Zugang zu Gesundheitsleistungen ermöglichen. „Als Mediziner können wir diese humanitäre Katastrophe vor unserer eigenen Haustür nicht länger hinnehmen und haben deshalb beschlossen, ein Nothilfeprojekt zu gründen“, erläutert Dr. Alex Rosen, von MediNetz.




Pressestimmen zur Eröffnung







Grußwort von Pro Asyl