Keine rassistische Hetze vor Flüchtlingsunterkünften in Düsseldorf!!!

Am kommenden Montag plant die Rechtsaußenpartei „Die Republikaner“ Kundgebungen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Düsseldorf-Garath durchzuführen. Der Düsseldorfer Kreisverband der „Republikaner“ mobilisiert auf seiner Facebook-Seite zu zwei Kundgebungen, die am 13. Juli vor den Flüchtlingsunterkünften stattfinden sollen. Die erste REP-Kundgebung soll am 13. Juli ab 18 Uhr in der Fußgängerzone (Kurt-Schumacher-Straße) vor dem „Hotel Achteck“ stattfinden. Im Anschluss wollen die „Republikaner“ um etwa 19 Uhr vor der Fritz-Henkel-Schule an der Stettiner Straße 98 ihre rassistische Agitation verbreiten.

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass in Garath weitere Flüchtlinge zeitlich begrenzt untergebracht werden. Die oftmals traumatisierten Flüchtlinge müssen dabei z.B. vorübergehend in einer Turnhalle unterkommen. Ein Mindestmaß an Privatsphäre ist bei dieser Art Unterbringung kaum zu gewährleisten. In rechtspopulistischer Manier versuchen die REPs „heimische Obdachlose“ gegen Asylbewerber*innen auszuspielen, die aus Mangel städtischer Unterbringungsmöglichkeiten teilweise provisorisch in Hotels untergebracht werden. Seit Monaten bzw. Jahren versuchen die „Republikaner“ mit xenophober und rassistischer Propaganda in Form von Infoständen und Flyer-Verteilungen Stimmung gegen Geflüchtete in Garath und anderen Stadtteilen zu machen.Die bundesweite Zunahme von rechtspopulistischen und rassistischen Aktionen, wie zuletzt in Freital ist unerträglich.

Daher ruft das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ zu Gegenprotesten auf. Wir werden nicht zulassen, dass die Rassisten vor die Flüchtlingsunterkünfte ziehen.

Kommt alle am Montag um 17.30 Uhr vor das Hotel Achteck auf der Kurt-Schumacher-Straße. Danach antirassistische Demo zur Flüchtlingsunterkunft auf der Stettinerstraße.

REFUGEES WELCOME! IN DÜSSELDORF IST KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS!!!

Streit um Abschiebungen

In der WDR-Lokalzeit wurde am Mo, 6.7. ein sehenswerter Bericht über den behördlichen Umgang mit Flüchtlingen in Düsseldorf gesendet.

WDR Beitrag

 

Mehrheit im Stadtrat Düsseldorf gegen Nachtabschiebungen!

Am Donnerstag, 25.6.2015 wurde im Stadtrat über das Thema Nachtabschiebungen von Flüchtlingen diskutiert. Bei Nachtabschiebungen kommen Mitarbeiter der kommunalen Ausländerbehörde ohne Vorankündigung zur Nachtzeit in Unterkünfte und holen Einzelpersonen oder Familien zur sofortigen Ausreise ab. Diese werden zu einem Flughafen gebracht, von wo sie am Morgen Deutschland verlassen – je nach Grund der Abschiebung in einen anderen EU-Staat („Dublin-Verfahren“) oder in ihr Heimatland. Flüchtlingsinitiativen kritisieren insbesondere die traumatischen Folgen für Kinder, sowohl in den abgeschobenen Familien als auch bei anderen Flüchtlingen, die die Abschiebungen miterleben.

Dem Stadtrat lagen mehrere Anträge vor, Nachtabschiebungen in Düsseldorf zu unterlassen oder Abschiebungen generell vorher an zu kündigen. STAY! und andere FlüchtlingsunterstützerInnen hatten zu einer Protestaktion vor dem Rathaus aufgerufen.

Die Mehrheit im Stadtrat einigte sich darauf, dass unangekündigte Abschiebungen abgelehnt werden und die Verwaltung gegenüber übergeordneten Stellen (z. B. gegenüber der Zentralen Ausländerbehörde Bielefeld, die die Abschiebeflüge bucht) unterstützt wird, um Nachtabschiebungen zu vermeiden.

RP Artikel

NDOZ

Verabschiedeter Antrag des Stadtrates

Die Stadt Düsseldorf richtet neue Clearingstelle für die medizinische Versorgung papierloser Flüchtlinge bei STAY! ein

Seit der Gründung von STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative berät und versorgt das Medinetz ehrenamtlich medizinisch Menschen ohne Papiere, das heißt Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Das politische Ziel des Medinetzes war, den Weg in eine gesundheitliche Regelversorgung zu öffnen, die mit dem Konzept des „anonymen Krankenschein“ umgesetzt werden sollte.

Bereits im Dezember 2014 hatte der Rat der Stadt Düsseldorf die Einführung eines anonymen Krankenscheines und die Einrichtung einer Clearingstelle bei STAY! MediNetz für Menschen ohne gültige Papiere beschlossen. Ein umsetzungsfähiges Konzept wurde in den letzten Monaten von der Stadtverwaltung und STAY! entwickelt.

Am 3. Juni 2015 wurde im Ausschuss für Gesundheit und Soziales der personelle Ausbau der Clearingstelle bei STAY! und die Einrichtung eines Fonds in Höhe von 100.000 Euro jährlich für die medizinische Versorgung von papierlosen Flüchtlingen beschlossen.

„Die Gesundheitsversorgung aller Menschen ist staatliche Aufgabe. Wir freuen uns, dass die Stadt Düsseldorf jetzt einen Fonds eingerichtet hat. Das Medinetz, hat viele Behandlungen ermöglicht, ist aber auch an seine Grenzen gestoßen, z. B. bei aufwendigen Operationen. Akute Erkrankungen können jetzt besser versorgt werden“, erklärt Simone Froschauer, Sozialarbeiterin der neuen Clearingstelle.

RP Artikel

report-d

NDoZ

Dorthin wo Milch und Honig fliessen

Eine begehbare Theaterproduktion zu Gunsten von STAY!

„Großer Geist, bewahre mich davor über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bin.“ So lautet eine Indianische Weisheit, in der es nicht darum geht, in fremden Schuhen zu laufen, sondern so weit wie möglich die Perspektive eines anderen Menschen anzunehmen, die Welt mit seinen Augen zu sehen.

In den Schuhen eines Flüchtlings werden wir hoffentlich nie gehen müssen, doch ein wenig zu spüren, wie es sein kann, wenn man Heimat, Familie und Freunde verlassen muss – diese Möglichkeit bietet die Theaterproduktion „Dorthin wo Milch und Honig fließen“. Continue reading