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Nichts ist gut in Afghanistan

Eine Katastrophe mit Ansage und ihre Folgen

Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf, das zakk und STAY! laden ein zu einem Informationsabend:

  • Augenzeugenbericht aus Kabul – Jan Jessen, Journalist (war bis zum 18. August vor Ort),
  • Die Lage der Afghanen in NRW – Ali Ismailovski, Vorstand Flüchtlingsrat NRW,
  • Aus der Praxis des Asylrechtsanwaltes – Malek Shaladi, Rechtsanwalt in Düsseldorf.

Moderation: Ansgar Drücker

WANN: Dienstag, 26. Oktober 2021, 18:00 bis 20:00 Uhr.
WO: Club im zakk, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf.
Die Veranstaltung ist kostenlos!

Schutz vor Corona:
Es gilt die jeweils aktuelle Regel für das zakk, derzeit 2 G oder amtlicher Schnelltest, nicht älter als 6 Stunden. Bitte zur Veranstaltung im Netz die aktuelle Regel anschauen: https://www.zakk.de/index.php/?option=com_content&view=article&id=405

STAY! unterstützt Luftbrücke nach Afghanistan

Wir sind schockiert über die Entwicklungen in Afghanistan. Es ist ein Versagen auf ganzer Linie: Das Versagen, Verantwortung für eine Situation zu übernehmen, die Deutschland durch jahrzehntelange Destabilisierung mitzuverantworten hat, das Versagen gefährdete Menschen rechtzeitig zu evakuieren und der politische Wille lediglich 2015 sich nicht wiederholen zu lassen. Jetzt ist es an uns, so viele Menschen wie möglich aus Kabul zu retten. Die Regierung braucht bei der Rettung Unterstützung, denn wir haben kaum noch Zeit. Die Initiative kabulluftbruecke.de hat einen Flieger gechartert, mit dem sie nach Kabul fliegen werden. www.kabulluftbruecke.de

Luftbrücke jetzt!

Sichere Häfen für alle Flüchtenden aus Afghanistan sofort!

Seit unzähligen Jahren herrscht in Afghanistan ein unbändiger Krieg. Nun ist die Lage erneut eskaliert: Die Taliban haben weite Teile des Landes eingenommen und die Herrschaft über die Hauptstadt Kabul übernommen. Nun bangen zahllose Ortskräfte, Frauen, Mädchen und Mitglieder LSBTI+-Community vor Ort um ihr Leben und versuchen um jeden Preis den Taliban und ihrer Herrschaft zu entfliehen.


Anstatt sichere Wege zu schaffen, schotten sich Deutschland und Europa jedoch ab: So erscheint es auch NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet als nicht angemessen, die Schutzsuchenden aufzunehmen. Vielmehr fürchtet er, „die falschen Signale“ zu senden.


Wir fordern sichere und legale Wege für alle Menschen, die sofortige Evakuierung aller Ortskräfte und Partner*innen der Bundesregierung und ein Aufnahmeprogramm für besonders verfolgte Personengruppen! Außerdem fordern wir ein gesichertes Aufenthaltsrecht für alle afghanischen Menschen, die in Deutschland leben!


Kommt am Donnerstag, den 19.08., um 17:30 Uhr zum Kirchplatz in Düsseldorf (ggü. dem NRW-Innenministerium).

Danach ziehen wir zum Landtag, um gemeinsam ein starkes Zeichen setzen.

#LuftbrückeJetzt #SolidarityWithAfghanistan

No Lager – Aktionswoche

Aufruf zur No-Lager-Aktionswoche vom 19. bis 27. Juni 2021

Seit der Corona-Pandemie spitzt sich die Situation in den Lagern sowohl an den EU-Außengrenzen als auch in der BRD zu.

Während überall in der Gesellschaft Kontaktreduzierung und Social Distancing propagiert wurden, mussten Menschen in den Lagern auf engem Raum zusammenzuleben und sich Schlaf-, Essens- und Waschräume teilen. Den infolgedessen auftretenden Infektionen unter den Bewohner*innen wurde auch in NRW durch Ketten-Quarantänen begegnet. Anstatt die Bewohner*innen durch eine dezentrale Unterbringung zu schützen, wurden sie der Ansteckungsgefahr ausgesetzt und durch neu auftretende Infektionen über Wochen eingesperrt.

Hier verdeutlicht sich auf drastische Weise die systematische Ungleichbehandlung und Entrechtung von Geflüchteten, denen selbst das Recht auf Gesundheit und Leben in Zeiten einer gefährlichen Pandemie verweigert wird.
Dies ist nicht einfach eine Überforderung in der Corona-Krise, sondern in dem „System Lager“ seit Jahren strukturell angelegt. Massive Gesetzesverschärfungen ermöglichen es, dass den Menschen in den Lagern fundamentale Rechte u.a. auf Privatsphäre, Beschulung, medizinische Regelversorgung oder Arbeitsmöglichkeiten systematisch vorenthalten werden.

Viele Menschen sind bis zu 2 Jahre dem Kreislauf von Enge, permanenten Kontrollen, Monotonie, Angst vor Abschiebung und Gewalt ausgesetzt. In den abgelegenen Lagern wird ihnen der Kontakt zur übrigen Bevölkerung faktisch unmöglich gemacht, und die politische und soziale Vernetzung mit anderen Geflüchteten erschwert. 

Ihre Isolation ist politisch gewollt. Sie soll einen reibungslosen Ablauf der schwerpunktmäßig aus NRW-Landesunterkünften stattfindenden Abschiebungen ermöglichen und zugleich die öffentliche Debatte über die von der Gesellschaft abgeschotteten Lager verhindern.

Diese Selbstverständlichkeit von Entrechtung und Isolation geflüchteter Menschen muss durchbrochen werden. Es muss endlich eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zum Thema der Aufnahme und menschenwürdigen dezentralen Unterbringung von Geflüchteten geben.

Mit den No-Lager-Aktionswochen wollen wir dies in die Öffentlichkeit tragen, antirassistische Akteure vernetzen und ein solidarisches Zeichen an die Menschen in den Lagern senden.

Beteiligt euch an den Aktionen!
Bleiberecht für alle!

Close the camps – break isolation!

Dritte Hilfslieferung erreicht Calais

Eine Woche später als zunächst geplant erreichte die dritte Lieferung von Hilfsgütern am vergangenen Samstag Calais.

Die Resonanz auf den letzten Spendenaufruf für Calais war überwältigend, und so konnte ein bis unters Dach beladener 7,5-Tonner am vergangenen Samstagmorgen Richtung Calais starten. Neben den für diesen Transport erbetenen Hygieneartikeln waren auch wieder Lebensmittel, gebrauchte Mobiltelefone, Schlafsäcke, Decken und Isomatten mit an Bord. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Care4Calais, die die Spenden entgegennahmen, waren begeistert von so viel Hilfsbereitschaft.

Wir sagen ganz herzlich „DANKE“ an alle, die diese Aktion unterstützt haben.

Ankunft in Calais