Christian Ehring tritt für STAY! auf

Benefiz für die Flüchtlingsinitiative STAY!

Der Düsseldorfer Kabarettist und Moderator der Satiresendung Extra3 tritt zugunsten der Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative STAY! auf.

Do 22.06.2017 / 20 Uhr / zakk, Fichtenstr. 40 / Düsseldorf-Flingern / VVK € 20 / AK € 23

Christian Ehring: Keine weiteren Fragen.
Er ist der Mann, der Erdogan ärgerte. Ein Beitrag in Christian Ehrings Satiresendung “extra3″ brachte im März 2016 den türkischen Präsidenten so auf die Palme, dass er den deutschen Botschafter einbestellte. Außerdem gehört Ehring zum Team der “heute-show” und ist Eingeweihten bestens bekannt als langjähriges Ensemblemitglied des Düsseldorfer Kom(m)ödchens.
Noch viel mehr von sich zeigt Christian Ehring, wenn man ihm einen ganzen Abend lang die Bühne überlässt. Sein Solo “Keine weiteren Fragen” ist ein hochaktueller und sehr persönlicher Kommentar zur Lage der Nation; hintergründig, schwarzhumorig und perfide politisch.

Und darum geht’s: Der Sohn will ins Ausland, auf einmal ist mehr Platz im Haus, da meldet sich das soziale Gewissen: Wäre das nicht die Gelegenheit, endlich mal etwas Sinnvolles zu tun und einen Flüchtling aufzunehmen?
Könnte, sollte, müsste man nicht aktiv werden und der linksalter-nativen Überzeugung auch mal ganz konkret Taten folgen lassen?
Die Ehefrau sagt: “Ja”. Ehrings Bühnen-Ich sagt: “Ja, aber”. Findet die Idee zwar gut, würde sich aber lieber zurückziehen ins deutsche Komfortzonenrandgebiet, wo der Einkauf im Bioladen noch ausreicht als moralischer Ablassbrief, wo man erst mal das Haus abbezahlt, Smoothies mixt und seinen Yogalehrer macht. Und vor allem: Keine weiteren Fragen stellt.
Es entwickelt sich ein assoziativer Monolog über Politik, Moral und Verantwortung, komisch und ernst, authentisch und verlogen. Bitte lachen Sie vorsichtig.

Tickets gibt es hier

Plakatkunst von Katharina Sieverding in Kooperation mit fiftyfifty und STAY! gegen Rassismus

Am Montag präsentierte die Künstlerin ihre neueste Plakataktion. In Kooperation mit fiftyfifty und der Flüchtlingsinitiative STAY! schuf sie ein Statement gegen Rassismus und Populismus. Das Konzept zu ihrer Arbeit “Am falschen Ort” erläuterte sie vor einem der aufgehängten Plakate an der Siegburgerstraße. Der Titel zitiert dabei die Biografie des Palästinensers Edward W. Said. Für die Montage kombinierte die Fotokünstlerin die Luftaufnahme von einem syrischen Flüchtlingscamp in Jordanien, in dem mehr als 100.000 Menschen leben, mit dem Foto zweier russischer Soldaten beim Anbringen eines Geschosses. “Alle Waffensysteme gehören abgeschafft”, betonte die Künstlerin. “Flucht ist ein Menschenrecht!” Katharina Sieverding erhält derzeit viel Aufmerksamkeit durch ihre außergewöhnliche Retrospektive “Kunst und Kapital” in der Bundeskunsthalle Bonn, wo auch das ursprüngliche Bild zu der neuen Plakat-Arbeit hängt. Präsentiert werden die öffentlichen Kunstwerke an 66 prominent aufgestellten Plakatständern der Firma Franke Dauerwerbung, die die Aktion auf diese Weise großzügig unterstützt und so dazu beiträgt, dass die Plakatkunst von Katharina Sieverding und fiftyfifty/STAY! im ganzen Gebiet der NRW-Landeshauptstadt zu sehen sind. “Wir wollen mit der Kunst von Katharina Sieverding einen Beitrag gegen Menschenverachtung und Ausgrenzung leisten”, sagte Hubert Ostendorf von fiftyfifty. Gerade jetzt, im NRW-Wahlkampf, sei es wichtig, deutlich Position für Obdachlose und Flüchtlinge zu beziehen, gegen die rechte Parteien, wie zum Beispiel die AfD, Stimmung zu machen.

Weltbaustellen NRW

Im Rahmen eines Aktionstages an der Düsseldorfer Rheinpromenade setzte der  philippinische Aktionskünstler AG Saño zusammen mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein sichtbares Zeichen gegen den Klimawandel. Alle, die mitmachen wollten, hatten dabei die Möglichkeit zusammen mit dem Künstler an einem Aktionskunstwerk zu arbeiten.  AG Saño sensibilisiert dabei durch seine Erfahrungen mit dem Tod seines besten Freundes durch einen Taifun für die Unmittelbarkeit der Klimaveränderungen als Folge menschlichen Handelns.

Veranstaltet von Weltbaustellen NRW / Ein Welt Netz NRW in Kooperation mit Oxfam Deutschland, Farbfieber e.V. und STAY! 

Weiterer Bericht und Fotos auf oxfam Deutschland

Abschiebungsstopp nach Afghanistan – Jetzt! #keinsicheresLand

Aufruf zur Demonstration am Samstag, 11.02.2017 in Düsseldorf
Treffpunkt: 13:30 Uhr vor dem DGB Haus (Friedrich-Ebert-Str.34)
Kundgebung: 15 Uhr vor dem Landtag NRW

Afghanistan ist nicht sicher. 2016 hat sich die Lage laut aktuellem UNHCR-Bericht noch einmal drastisch verschlechtert. Auch die Zahlen belegen das: im Jahr 2016 wurden von Januar bis September 5835 ZivilistInnen verletzt und 2562 getötet – so viele verletzte ZivilistInnen hat es in Afghanistan seit 2009 nicht gegeben! Nicht nur einzelne Regionen – nein –  das ganze Gebiet Afghanistans ist von einem innerstaatlichen Konflikt betroffen!

In den letzten Jahren wurden – zu Recht! – nie mehr als 12 afghanische Staatsbürger pro Jahr aus Deutschland in ihr Herkunftsland abgeschoben. Die Sammelabschiebung vom Flughafen Frankfurt/M.nach Kabul am 14.12.16 stellt einen Tabubruch dar. Es war die erste größere Abschiebung nach Afghanistan seit 12 Jahren. 2017 hat am 23. Januar bereits eine weitere Sammelabschiebung nach Afghanistan stattgefunden. Diesem Trend muss Einhalt geboten werden!  Abschiebungen in ein Kriegsland sind menschenrechtlich nicht zu verantworten! Wir fordern NRW-Innenminister Jäger auf, sich für einen bundesweiten, dauerhaften Abschiebungsstopp nach Afghanistan einzusetzen. In der Zwischenzeit müssen die Länder ihren Handlungsspielraum ausnutzen: Innenminister Jäger kann für Nordrhein-Westfalen einen dreimonatigen Abschiebungsstopp nach Afghanistan erlassen.

Am 11. Februar werden Menschen in ganz Deutschland einen Abschiebungsstopp nach Afghanistan fordern und zwar JETZT, denn: Afghanistan ist #keinsicheresLand

Weitere Demonstrationen sind am 11.02. bisher für Berlin, Hamburg, Hannover, Rostock, Nürnberg, Wiesbaden, Trier und Erfurt angekündigt.

Gemeinsam rufen wir zur Demonstration am 11. Februar 2017 in Düsseldorf auf:
Flüchtlingsrat NRW
Flüchtlingsrat Düsseldorf
STAY! Düsseldorf
Nedaje Afghan – Afghanischer Aufschrei
Hindus & Sikhs of Afghanistan

No Border – Future Me

Über 350 Leute feierten in super guter Athmosphäre im zakk-Club, darunter zahlreiche junge Geflüchtete. Herzlichen Dank an alle teilnehmende Bands.

Future me – diese Wortschöpfung ist aus der Notwendigkeit entstanden, neben der politisch-gesellschaftlichen Debatte über Asylpolitik auf den starken Zulauf geflüchteter Jugendlicher zu reagieren. Diese sehen sich mit einer neuen Lebenswelt konfrontiert, die ihnen viel abverlangt. Sie stehen einer neuen Sprache, anderen schulischen Bedingungen und einer fremden (Jugend-)Kultur gegenüber, zu der sie erst einmal Zugang finden müssen. In der Fortsetzung des Projekts No Border soll ihnen in diesem Jahr dieser Schritt mit einem Musikprojekt erleichtert werden. Zum dritten Mal haben sich zakk, die Falken und STAY! zusammengetan. Sechs Bands aus Düsseldorf haben in den vergangenen 6 Monaten eine/n jungen Geflüchtete*n in ihre Bands integriert und in der neuen Zusammensetzung gemeinsam Songs komponiert. Das so entstandene Material wird professionell aufgenommen und nun live im Zakk präsentiert.

Abschlusspräsentation des Musikprojekts

mit den Düsseldorfer Bands & Musiker*innen BAR, Collektivo, Stabil Elite, Busy Beast, Oiro & No Border Band, die über ein halbes Jahr lang Geflüchtete in ihre Band aufgenommen & neue Songs produzier haben.

Sa, 14.01.2017
19 Uhr

Einlass 18 Uhr
zakk (Club), Fichtenstr. 40, Düsseldorf
Eintritt frei

Weitere Infos unter:
www.facebook.com/futureme
www.future-me.de

RP – Artikel